ECWCS Original vs. Miltec - der ultimative Vergleich
- Erik Dusin
- 1 day ago
- 4 min read
ECWCS steht für Extendet Cold Weather Clothing System und ist die Antwort der US Army auf kaltes Wetter. Das System wurde in den Army Laboren in Natick, Massachusetts bereits in den 1980er Jahren entwickelt und gilt als Meilenstein der militärischen Wetterschutzbekleidung. Aktuell gibt es die bereits 3 Generation, aber die Klassiker der ersten und zweiten Generation, der Parka und die Hose, sind auch heute noch up to date. Jacke und Hose sind so populär, dass Miltec eine Version bis heute herstellt. Ob die mit dem Original mithalten kann, zeigen wir Euch.
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ECWCS Miltec vs. US Army

Die originalen ECWCS Jacken und Hosen aus den ersten Generationen sind Ausgabebedingt natürlich etwas in die Jahre gekommen. Es ist stellenweise sehr schwer, originale Teile in der passenden Größe und mit einem hoffentlich wenig gebrauchten Zustand zu bekommen - Neuware? So gut wie unmöglich - zum Glück hat Miltec da eine Alternative geschaffen!
Spezifikationen:
ECWCS
Material
3-Lagen Laminat Gore Tex
Miltec:
Material
1. Lage 96 % Polyester, 4 % Elasthan, 2. Lage Polyurethan, 3. Lage 100 % Polyester
Wassersäule: 5000 mm

Optisch ähneln sich beide Modelle stark. In der Darstellung hier konzentrieren wir uns auf die Unterschiede im Detail. Farbunterschiede lassen sich bereits auf den ersten Blick erkennen. Das Original hier im Bild Links mit optional angebrachten Winter-Pelz und Rechts die Variante von Miltec. Das M81 Woodland ist gut getroffen, auch wenn nicht 100% farbecht.

Der Hauptreißverschluss ist bei beiden Modellen identisch, unterscheidet sich lediglich in der Farbe. Original ist schwarz, Miltec nutzt oliv.

Beide haben eine Windabdeckung mit Druckknöpfen.

Beide Modelle haben große Innentaschen, die von außen zugänglich sind.

Die von Miltec sind mit einem Reißverschluss versehen, die des Originalen werden mit Klett verschlossen. Ein Plus für Miltec gerade im Winter und bei Nässe - da kann Klett auch schnell mal versagen - zu dem ist ein Reißverschluss leiser.

Die Fronttaschen sind bei beiden Modellen ...

... gleich groß und verfügen über die selber Flappe sowie Verschlussmöglichkeit.

Heute bei fast allen Jacken ein Standard, waren Unterarmbelüftungen in den 80ern ein Novum.

Die Belüftung bei Miltec geht deutlich weiter nach unten - wieder ein Plus für weniger Schwitzen!

Schönes Detail beim Original ist der Stifteinschub in der linken Armtasche ...

... der bei Miltec leider fehlt.

Die Armabschlüsse sind bei beiden Varianten mit Klett ausgeführt.

Auffälligster Unterschied ist die Fellkrause bei dem Original, die es auch nur als original Army Surplus gibt.

Das schützt vor Wind und Schnee, ist also nicht nur ein optischer Hingucker.

Am Nachbau kann man das Fell anbringen, wenn man das Original findet, da es als Zubehör leider nicht von Miltec hergestellt wird.

Man kann die Fellkrause auch als "The Witcher Cosplay" tragen, muss man aber nicht.

Die Funktion der Kapuze ...

... ist ebenfalls bei beiden Jacken gleich.

Die Schneeschürze ist ein super Feature und hilft, dass weder Zugluft noch Schnee in die Jacke kommen. Die wird mit Druckknöpfen verschlossen.

Auch bei Miltec gibt es die Schneeschürze.

Das Innenfutter vom Original ist ein recht dickes, stabiles Nylon.

Bei Miltec fällt das etwas dünner aus. Hier sei noch erwähnt dass es von der ECWCS Varianten gibt, die bereits einen einzippbaren Fleece Liner haben, das bietet die originale ECWCS Jacke leider nicht - hier muss immer solo eine Isolationsjacke darunter getragen werden.

Es geht weiter mit der ECWCS Hose. Diese Hosenträger erkennen viele. Das Design hat sich bis heute durchgesetzt...

....und hier zeigen wir was geht: Durch die Haken können diese nicht nur für die Nässeschutzhose, sondern auch für die Cold Weather Pants, dicke BDU Hosen, genutzt werden. Hier hat die ECWCS Schlaufen zur Befestigung.

Man kann die Hose auch ohne Hosenträger tragen, dafür gibt es eine Gummischnur mit Kordelstoppern.

Die Hose kann mit Druckknopf und Reißverschluss im Schritt geöffnet werden.

Durchgriffe an den Seiten gewähren Zugriff auf den Tascheninhalt.

Am Beinabschluss sind ebenfalls Reißverschluss und Klett angebracht, um den Einstieg zu erleichtern.

Am Knie ist das Material gedoppelt.

Bei Miltec haben die Hosenträger keine Haken, sondern können mittels Klett angebracht werden.

Alle anderen Details wurden beim Nachbau übernommen.

Bonus: Der Schlitz im Rücken der Jacke ist ein Eingriff für Reparaturen ...

... den es bei beiden Modellen gibt.

Bei Miltec wurde der durch einen Klettverschluss optimiert. Damit wird verhindert, dass im Eifer des Gefechts der "falsche Eingang" genutzt wird.

Unseren Wasserdichtigkeitstest ...

... haben ...

... beide Modelle ...

... gut bestanden.

Fazit:
Die originalen Gore-Tex Anzüge von damals sind aktuell gar nicht mehr so leicht zu bekommen. Hinzu kommt, dass das Material durch Lagerung brüchig sein kann und die Funktion nicht mehr gewährleistet ist. Selbst neuwertige Depotware kann so unbrauchbar sein. Bekommt man ein gut erhaltenes Stück, muss man ganz schön in die Tasche greifen. Als Surplus und Gearfreak kommt man daran allerdings nicht vorbei. Will man einen zweckmäßigen Nässeschutzanzug im Retrolook, der die guten Funktionen des originalen Modells um ein paar sinnvolle Features erweitert, dann ist man mit dem Modell von Miltec gut beraten. Preis-Leistung stimmen hier, ohne dass es einen Verlust an Funktion gibt - im Gegenteil - einige Features sind sogar besser durchdacht!
Die Miltec Variante des ECWCS Nässeschutzanzuges gibt es bei Recon, hier ist der entsprechende Link:
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