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HOLOSUN FAQ: ALLES WAS MAN WISSEN SOLLTE

Immer wieder erreichen uns und Holosun Fragen, die mit dem Kauf einer Holosun-Optik entstehen. Wie jedes Unternehmen, hat auch Holosun einen FAQ Bereich in Textform auf der Webseite, der die häufigsten Fragen beantwortet. Wir haben das Thema aufgegriffen und etwas ausführlicher erklärt.


https://www.holosun.eu

Filmed and cut by https://www.stefan-czech.info


Neues Gerät, viele Fragen - viele von Euch können es dann kaum erwarten das Gerät zu montieren und zu nutzen - dabei entstehen dann Fragen, die vielleicht mit der Bedienungsanleitung beantwortet werden können, aber dort erst langwierig gesucht werden müssen. Wir haben die häufigsten Fragen zusammengetragen und noch mal etwas ausführlicher erklärt.


1. Bei meinem Holosun sitzt die vordere Linse schief im Gehäuse

Bei Reflexvisieren auf LED-Basis wird immer und bei allen Herstellern eine leicht schräg sitzende vordere Linse verwendet, die das Licht des Emitters reflektiert. Die Linse funktioniert also wie ein Spiegel, der allerdings nur speziell das rote, gelbe oder grüne Licht der LED reflektiert.

Bei manchen anderen Herstellern wird eine zusätzliche Linse gerade davor eingesetzt, um diesen „kosmetischen Mangel“ zu verstecken. (schlecht weil dies schluckt zusätzlich Licht) Manche Hersteller setzen auch vorne eine gewölbte Linse ein, was dann aber zu Verzerrungen beziehungsweise zu nicht hundertprozentiger 1xer Vergrößerung führt.

Die schräge Linse hat auch noch einen weiteren Vorteil – Licht von vorne reflektiert weniger in bestimmten Situationen.

Zusammengefasst: Die schräg eingebaute vordere Linse wird für die Reflektion des LED-Strahls benötigt und ist kein falsch zusammengebautes Gerät.


2. Ich sehe anstelle eines Punktes einen Strich oder ein Komma oder einen Stern


Viele Meschen haben eine Hornhautverkrümmung oder auch Astigmatismus genannt, ohne es zu merken. Gerade bei Reflexvisieren mit LED-Technologie macht sich das dann bemerkbar, in dem man ein Komma, oder Strich oder einen Stern anstatt eines klar definierten Punktes sieht.

Ob Ihr betroffen seid, könnt Ihr das ganz einfach verifizieren, in dem Ihr z.B. einen Freund oder mehrere Freunde durchschauen lasst. Eine weitere Methode ist das Visier nicht montiert in der Hand zu drehen: Dreht sich der Schweif/Komet mit, liegt es am Gerät, bleibt der Schweif/Komet immer in der gleichen Position, liegt es an Euch.

Hier kann man wenig gegenwirken – Ihr habt bei Holosun mit der 500er Serie z.B. die Möglichkeit, den Kreis beim Zielen mit einzubeziehen, den typischen Stern oder einen „ausgefranst“ aussehenden Punkt bekommt man etwas besser in den Griff, wenn man die Helligkeit nach unten reguliert.


Ansonsten hilft nur die Nutzung eines anderen Absehens wie z.B. dem ACSS Absehen der Primary Arms / Holosun Spezialmodelle, Umstieg auf Lasertechnologie wie z.B. beim Vortex Huey (Im Bild) oder Eotech mit dem negativen Nebeneffekt des drastisch höherem Batterieverbrauchs oder eine Augenoperation.


3. Wie funktioniert die Shake Awake Technologie?


Alle Geräte der 500er Serie mit Ausnahme des 503R (Drehrad anstelle von Knöpfen) verfügen über die Shake Awake Technologie. Standardmäßig sind die Geräte so eingestellt, dass sie bei Nichtbenutzung nach 10 Minuten in einen Standby Mode gehen und bei der geringsten Erschütterung aufwachen.

Bei Bedarf kann das eingestellt werden, dazu haltet Ihr die „+“ Taste für 10 Sekunden, um in den programmierbaren Modus zu kommen. Nun kann mit „+“ oder „-“ in vier Stufen die Zeit eingestellt werden. Die Led blinkt dann für die verschiedenen Stufen:


  • 1x Blinken = 10 Minuten

  • 2x Blinken = 1 Stunde

  • 3x Blinken = 12 Stunden

  • 4x Blinken = ausgeschaltet


Abschließend müssen „+“ und „-“ gleichzeitig gedrückt werden, um die Einstellung zu speichern.


4. Wie lange kann ich mein Holosun mit einer Batterie benutzen?


Generell gibt Holosun an, dass die Geräte der 500er Serie bis zu 50000 Stunden mit einer Batterie betrieben werden können, wenn bei der Helligkeit eine mittlere Stufe gewählt wurde und das Gerät im Punkt-Modus ist. In höheren Leuchtstufen und mit Circle-Dot Absehen kann die Zeit variieren, genauso wie bei den Geräten mit Solar-Failsafe-Betrieb. Unabhängig von der jeweiligen maximalen Nutzungsdauer empfehlen wir, die Batterie immer an einem festen Termin zu wechseln, um Ausfällen oder Störungen entgegenzuwirken – speziell bei Dienstwaffen kann dies bequem beim jährlichen Check mit erfolgen. Bei einem 24/7 Einsatz würde eine Batterie bis zu 6 Jahre im Dauereinsatz funktionieren, wir empfehlenden aber den jährlichen Wechsel der Batterie allen professionellen und behördlichen Nutzern um immer eine einsatzbereite Optik verfügbar zu haben. Eine leere Batterie kündigt sich durch ein blinkendes Absehen an. Spätestens jetzt sollte die Batterie ersetzt werden. Alle Solar-Failsafe-Geräte funktionieren bei vorhandenem Licht auch komplett ohne Batterie und bieten hier zusätzliche Sicherheit.


5. Was ist der Unterschied zwischen Open Reflex, Micro und Tube


Bei der Wahl der Optik muss man sich zwischen Open Reflex, Micro und Tube Modellen entscheiden. Es gibt da kein Besser oder Schlechter, das hängt voll und ganz an der persönlichen Präferenz oder dem Einsatzzweck ab. Für den sportlichen Einsatz können ausnahmslos alle Geräte von Holosun auf Kurz- und Langwaffen verwendet werden, das gleiche gilt natürlich auch für die Jagd. Bei beiden Anwendungszwecken sollte man die Holosun Optik nicht nur als Primäroptik in Betracht ziehen, auch eine Anwendung als Zweitvisier neben oder auf einem Zielfernrohr ist eine beliebte und gute Möglichkeit, den Einsatzbereich der Waffe zu erweitern oder die Zielerfassung zu beschleunigen. Auch der Einsatz auf Flinten einer Armbrust oder einem Sportbogen wird immer beliebter.


Micro:

Geschlossenes Gehäuse –meinst Kurzwaffe- die komplette Technik ist von äußeren Einflüssen geschützt

Größe – Die meisten Micro Geräte sind sehr kompakt

Sichtfenster – im Vergleich zu Tube und Open Reflex ist das Sichtfenster kleiner, es kann in der Wahrnehmung zu einem Tunnelblick kommen. Die Ausnahme ist das Holosun 530, das zu den Micro Geräten gehört, aber ein großes Sichtfenster hat.


Open Reflex:

Offenes und geschlossenes Gehäuse je nach Modell. Dieses Rotpunktvisier wird meinst auf Langwaffen eingesetzt. Bei den Modellen 510, 508, 507 und 407 wird ein offenes Gehäuse verwendet. Das bedeutet, der Emitter für das Absehen ist äußeren Einflüssen ausgesetzt. Schnee, Regen oder Dreck können die Projektion des Strahls auf die Linse stören und somit sollte die Anschaffung dieser Geräte mit dem Einsatzzweck (meist jagdlich) im Einklang stehen.

Wer eine voll gekapselte Version bevorzugt ist mit dem 512 und 509 gut beraten. Diese Optiken bieten den Vorteil eines komplett geschlossenen Gehäuses mit einem rechteckigen Sichtfenster welches dem natürlichen Sehverhalten sehr entgegenkommt und z.B. bei der Treibjagd einen deutlich größeres Sichtfeld und eine schnellere Erfassung garantiert.


Tube:

Geschlossenes Gehäuse –meist Langwaffe- die komplette Technik ist von äußeren Einflüssen geschützt

Größe – die Tube Geräte sind die größten Geräte im Vergleich zu Micro und Open Reflex

Sichtfenster – das Sichtfenster ist groß, trotzdem schaut man auch hier – wie der Name schon sagt – durch eine Röhre – die Wahrnehmung kann wie auch beim Micro ein „Tunnelblick“ sein. Es gibt aktuell das 506 in dieser Kategorie.


Größe:

Im Vergleich zu den Micro Visieren sind die Open Sights geringfügig größer – dies sollte beim Einsatz mit Magnifier und Backup Iron Sights beachtet werden.