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Pulsar HELION XP28/38/50

Updated: Oct 3, 2019

Im dritten Teil unserer Wärmebildgeräte-Serie von Pulsar zeigen wir Euch das Flaggschiff HELION XP28/38/50 für die höchsten Ansprüche.


Hier geht es zu Teil 1 - AXION XM30

Hier geht es zu Teil 2 - AXION XM38


https://www.pulsar-nv.com

Filmed & Cut by https://www.stefan-czech.info



Die HELION XP 28/38/50 gibt es zwar bereits gute zwei Jahre, sie sind aber nach wie vor das Beste, was Pulsar zu bieten hat. Wir zeigen Euch die Details.


Hier habt Ihr die HELION-Serie zum Vergleich mit allen technischen Daten aufgelistet. Wie auch bei dem AXION XM Geräten ist die Grundausstattung annähernd gleich, Unterschiede sind in der Linsengröße, Sehfeld, effektive Reichweite und Vergrößerung zu finden.





Die Bedienung erfolgt über 5 Tasten auf der Gehäuseoberseite. Ihr habt einen Ein- und Ausschalter, der weiterhin Kalibrierung und Standby des Displays regelt, eine dedizierte Aufnahmetaste, Menütasten hoch und runter sowie Menüwahltaste, die darüber hinaus Zoom, Wifi, BildinBild Funktion und Farbschemas regeln.




Im Vergleich zu den AXION XM30/38 Geräten ist das HELION deutlich größer, lässt sich aber noch bequem mit der Hand bedienen.



Während die AXION Geräte wahlweise rechts oder links mit dem Haltegriff versehen werden können, ist das HELION XP ein reines "Rechtshändergerät". Als Linkshänder müsst Ihr es also trotzdem mit der rechten Hand bedienen. Das liegt daran, dass auf Grund der höheren Leistung die linke Seite für die Kühlung vorgesehen ist, was man hier im Bild an dem Gitter erkennen kann.



Eine Besonderheit der XP Serie ist, dass Ihr die Linse wechseln könnt. Wer mit Zielfernrohren, Ferngläsern oder generell Optiken arbeitet weiß, dass je größer die Vergrößerung wird, das Sichtfeld schrumpft. Jetzt kann es natürlich sein, dass Ihr verschiedene Anwendungsbereiche habt, wo Ihr bei der einen ein großes Sichtfeld benötigt, bei der anderen aber die maximale Vergrößerung.



Alles kann eine Linse nicht abdecken und drei HELION XPs sprengen den Geldbeutel und nehmen darüber hinaus auch noch Platz in der Ausrüstung weg. Hier kommt jetzt der Schnellwechselmechanismus ins Spiel: Linse über den Knopf entriegeln, eine viertel Drehung und schon ist die Linse ab.



Genauso setzt Ihr dann die nächste Linse wieder ein, geht noch kurz in das Menü um die Berechnung an die neue Linse anzupassen, fertig. Geld und Platz gespart und Einsatzspektrum erweitert.



Auf der Gehäuseunterseite ist ein Gewinde für Stative oder weiteres Zubehör.



Sehr zu empfehlen ist die Smartphone Halterung, die dort eingeschraubt wird, ohne das Gewinde zu blockieren. Damit könnt Ihr dann noch zusätzlich ein Stativ benutzen und das Display auf das Handy umlegen. Das geht per App über WLAN und erleichtert Euch beim Ansitz die Arbeit. Nun könnt Ihr das Gewehr in der Hand behalten und müsst nur einen Blick auf das Handydisplay werfen, anstatt durch das Thermalgerät zu blicken.



Blick auf die App: Ihr könnt fast alles steuern.



Alternativ ist das auch mit einer optionalen Remotesteuerung möglich, die ebenfalls per WLAN gekoppelt werden kann.



Display und Video/Bilddarstellung erfolgen nativ in 640x480. Das ist sehr praktisch, da der Sensor nicht groß herumrechnen oder skalieren muss - Ergebnis ist ein scharfes Bild.



Beim HELION stehen Euch 8 verschiedene Farbmodi zur Verfügung:

Hot White

Hot Black

Hot Red

Red Monochrome

Rainbow

Ultramarine

Violet

Sepia


Mit der Pfeil hoch Taste könnt Ihr, wenn Ihr im Menü eine Farbpalette ausgewählt habt, immer zwischen der Standardfarbpalette Hot White und Eurer gewählten hin und herspringen.



Vergleicht man die Bilder mit den AXION XM30/XM38 Geräten, seht Ihr sofort dass das XP38 nicht von ungefähr teurer ist: Die Qualität und Bilddarstellung ist deutlich feiner. Dafür habt Ihr neben dem höheren Preis natürlich auch ein ordentlich großes Gerät, was eine diskrete Überwachung erschwert.



Damit Ihr nicht noch zusätzlich einen Entfernungsmesser mitschleppen müsst, habt Ihr eine behelfsmäßige Funktion integriert, die ziemlich gut funktioniert. Das Bild im Display wird mit zwei roten Linien geteilt. Mit den Pfeiltasten könnt Ihr nun das Objekt zwischen die Linien bringen und dann mit der Legende links vergleichen. Somit erhaltet Ihr eine relativ präzise Information darüber, was Ihr da vor der Linse habt und wie weit es weg ist.




Die HELION XP Geräte arbeiten mit 50hz. Standard war lange Zeit (und ist es noch bei einigen Herstellern oder Überwachungskameras) 9hz. Somit sind bewegte Objekte gestochen scharf und ziehen keinen Geisterschatten hinter sich her.



Zum Schluss habt Ihr nochmal ein schönes Bild, dass Euch zeigt, wie Thermaloptiken arbeiten und wie man sie täuschen kann. Geschossen wird mit Schalldämpfer, die schon nach wenigen Schüssen so heiß sind, dass man sie nicht mehr anfassen kann und das dann auch noch mehrere Minuten bleiben. Im Thermalbild seht Ihr, dass der Schalldämpfer "eigentlich" kalt ist, nur vorne ist es heiß und der Lauf scheint zu glühen. Hier wird ein Mantel von Manta genutzt, der den Schalldämpfer umgibt. Ergebnis: Ihr könnt den Dämpfer sofort anfassen und verringert Eure Signatur nach dem Schuss, da der Lauf recht schnell abkühlt, der Dämpfer jedoch nicht.


Welches Gerät soll man nehmen? Zusammengefasst kann man pauschal sagen, dass die XM30/38 Geräte überall dort eingesetzt werden können, wo keine sehr hohe Detailgenauigkeit benötigt wird sondern Gewicht, Größe und Effektivität eine Rolle spielen. Die HELION XP Serie setzt Ihr überall dort ein, wo die Größe und das Gewicht keine Rolle spielen und Ihr über einen längeren Zeitraum beobachten wollt: Jagd, Seh- und Landrettung zum Beispiel. Für die Linsen gilt: Die XP38 ist ein guter Allrounder, die XP50 hat die höchste Vergrößerung und die XP28 das weiteste Sehfeld.


FAZIT:


Pulsar weiß sehr genau, was sie da produzieren. Erstklassige Bauteile, gute Verarbeitung und ganz wichtig: Top-Anbindung an moderne Gerätschaften wie WIFI, App und Co., was nicht selbstverständlich ist. Es gibt viele gute Thermalgeräte von anderen Herstellern, die aber in diesem Bereich eher schwach aufgestellt sind. Also, wollt Ihr Aufnehmen und eine gute Beobachtungsqualität, kommt Ihr an Pulsar nicht vorbei.


Ihr bekommt die Geräte von Pulsar überall dort, wo man Pulsar kaufen kann. Hier ist der Link zur Herstellerseite:


https://www.pulsar-nv.com


Wer noch mehr über Thermografie erfahren möchte, kann sich diese Videos ansehen, die unser Filmemacher Stefan Czech bereits letztes Jahr gemacht hat:



Teil 1: Generelles zum Thema Thermalsicht



Teil 2: Details zum Pulsar HELION XP38



Teil 3: Anwendungsbeispiele aus Film und Fernsehen