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Agilite Reaper Rig - ein Chest Rig für alles?


Nachdem Agilite aus Israel den Plattenträger Bereich vielseitig bereichert hat wird nun das Thema Chest Rig in den Fokus genommen. Da es die unterschiedlichsten Ansätze und Konzepte für Chest Rigs gibt, hat man sich direkt für eine modulare Lösung entschieden, die leichte und kompakte Setups realisieren lässt, gleichzeitig aber auch Kapazitäten für ein vollbestücktes Combat-Setup bietet. Alle Details heute bei uns im Blog und Video!




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Agilite Reaper Rig


Fest vernähte Taschen oder MOLLE, ein paar Riemen dran, fertig ist das Chest Rig. So kann man es machen, wird aber den Endanwender in den wenigsten Fällen dauerhaft glücklich machen. Der Ansatz von Agilite war ein Chest Rig zu entwickeln, dass direkt von Haus aus möglichst viele Anwendungen unterstützt und bei Bedarf modular an die Mission angepasst werden kann.


Im Lieferumfang enthalten ist die Chest Rig Basis mit Trageriemen und Backstrap sowie Erweiterungsflügel, Adapter und Kletthalter für Kabel oder Schläuche. Ihr habt also alles, außer Modulartaschen, um Euer Chest Rig Setup nach Belieben aufzubauen.


Spezifikationen


Gewicht: 300 Gramm

Material: Laser-cut Squadron Laminat & CURV Thermoplastik, Duraflex Verschlüsse


Die Basis der Reaper Rigs ist eine kombinierte Velcro-MOLLE Plattform mit 6 Spalten PALS Schlaufen auf 3 Reihen - die übliche Größe in der Industrie für Micro-Chest Rigs. Hier könnt Ihr direkt mit regulären MOLLE Taschen arbeiten und z.B. drei Magazintaschen einschlaufen.


Die Klettfront ermöglicht aber auch die Nutzung von Placards, um verschiedene Magazintypen schnell wechseln zu können. Idealerweise nutzt man hier Placards mit G-Hook, es funktioniert aber auch mit QASM-Standard Placards, wobei man dann eventuell etwas erfinderisch sein muss mit der Positionierung der Schnalle - die ist nämlich deutlich länger als ein G-HOOK.


Während andere Chest Rigs in der Breite 6x3 direkt mit den Trageriemen verbunden werden, hat Agilite beim Reaper Rig hier pro Seite eine weitere PALS Spalte integriert, womit man dann im Micro-Modus neben drei Magazintaschen auf der Front an den Seiten schmale MOLLE Taschen für Pistolenmagazine, Tools oder Taschenlampen nutzen kann.


Die fest am Chest Rig vernähten Tragegurte verfügen über einen kleinen PALS Bereich der für Taschen oder PTTs genutzt werden kann.


Gerade hierfür oder auch für Schlauchführungen von Trinksystemen sind im Lieferumfang Module vorhanden..


...die frei unter die Verstellung der Trageriemen eingeklettet werden können. Das finden wir deutlich besser als fest vernähte Schlaufen, die einem die Position aufzwingen und auch in der Regel auf beiden Seiten zu finden sind, obwohl man vielleicht nur eine Seite benötigt.

Das Reaper Rig ist ein One Size fits all - die Schulterriemen lassen sich in markierten Bereichen in der Höhe verstellen.


Üblicherweise nutzt man bei Chestrigs entweder gekreuzte Trageriemen (X-Harness) oder verbindet die Riemen mit einem horizontalen Steg (H-Harness). Beides sind einfache und minimalistische Lösungen, die zwar funktionieren und auch guten Komfort in Verbindung mit Rucksäcken bieten, aber auch oftmals wenig Unterstützung bieten - die Folge sind schmerzende Schultern wegen hohem Gewicht beim Chest Rig. Das Reaper Rig hat ein sogenanntes HX-Harness - also eine Kombination aus H und X Harness mit einer breiten Auflagefläche und Mesh-Polsterung für optimalen Komfort auch bei höherem Gewicht.


Die Riemen können mit einer Leiterschnalle justiert werden, überschüssiges Gurtband wird mit einem Klettstreifen aufgewickelt.


Die Rückseite des Basismoduls...


...sowie Schulterträger sind mit Mesh-Material gepolstert, um einen guten Tragekomfort zu gewährleisten.


Am Basismodul kann der untere Teil des Polsters hochgeklappt werden - darunter findet man Klett zur Fixierung von Dangler Pouches.


Aufgeklappt könnte man das Reaper Rig auch als Placard an Plattenträger verwenden - das würde sogar recht gut funktionieren - gerade auch, weil man es direkt mit First Spear Tubes oder ROC Schnallen am Cummerbund befestigen kann - allerdings sind die Tragegurte fest vernäht...


...so dass diese dann zusätzlich über den Plattenträger laufen würden.


Das Reaper Rig bietet für zusätzlichen Stauraum...


eine flache Kartentasche, in die Ihr auch kleinere Gegenstände packen könnt. Die Tasche wird von oben mit Klett verschlossen und verfügt über zwei kleine Tabs, damit man sie leichter auftrennen kann.


Wir wollen nun die Erweiterungsmodule anbauen. Hierzu entfernt man zunächst die kleinen Module, an denen aktuell die Trageriemen befestigt sind.


Jetzt kann man auch gut erkennen, dass die Basisplattform über CURV Verstärkungen verfügt, die eine bessere Struktur bieten als einfaches Laminat.


Die freigewordenen Einschlaufpunkte können nun für die Erweiterungsflügel genutzt werden.


Die Flügel selbst bieten Euch auf der Außenseite vier Spalten PALS x 3 Reihen, wobei am hinteren unteren Ende eine Schräge für den Trageriemen die volle Nutzung der dritten Reihe in dieser Spalte verhindert. Die Erweiterungen sind ebenfalls mit CURV verstärkt...


...und bieten nicht nur MOLLE auf der Front...


...sondern auch auf der Innenseite.


Hier muss jedoch kleine Abstriche in der Positionierung von Taschen machen - die erste Spalte ist konstruktionsbedingt dicker, weil hier die Halteschlaufen untergebracht sind - somit würde eine MOLLE-Tasche in Spalte eins und zwei schräg am System hängen, womit man lieber in Spalter zwei und drei gehen sollte und die erste frei lässt.


Für schnelles an- und ablegen kann entweder rechts oder links eine Duraflex Schnalle integriert werden, die ein einhändiges Öffnen ermöglicht.


Das ist tatsächlich auch notwendig in dieser Konfiguration, da der Bauchgurt hinten keinen Schnellverschluss hat, sondern nur Leiterschnallen zur schnellen Justierung.


Da der Schnellverschluss mit Duraflex Schnalle auch ein wenig Platz beansprucht, möchte der ein oder andere vielleicht eine kompaktere Lösung.


Hierfür ist ein Klettadapter beigelegt, der allerdings nur in Verbindung mit Placards genutzt werden kann.


Dieser ersetzt dann nämlich die Schnalle und liegt auf den PALS Schlaufen des Basismoduls - wodurch ein Einschlaufen von MOLLE Taschen nicht mehr möglich ist.


Wir das Chest Rig mit Erweiterungsmodulen und Dangler benutzt, kann es ziemlich fix von einem leichten Patrol-Setup in ein vollwertiges Kampf-Setup umgebaut werden. Hier hätte man nun Platz für 6 Magazine auf der Front, Stauraum darunter im Dangler und seitlich zwei große Mehrzwecktaschen für sonstige Ausrüstung. Dazu könnte man noch auf den Innenseiten Funkgeräte oder Messer anbauen, um das Setup zu vervollständigen.


Fazit:


Agilite hat gleich mit dem ersten Wurf ein hervorragendes Chest Rig mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis entwickelt, dass kaum Wünsche beim Anwender offen lässt. Egal ob klein oder groß, Placard oder MOLLE - hier sollte jeder auf seine Kosten kommen!


Ihr bekommt das Reaper Rig bei Best Protection, hier ist der Link:




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