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Krisenvorsorge 2026 - Teil 4 - Wasseraufbereitung & Lagerung

Ohne Wasser kein Leben - bei der Krisenvorsorge sollte die Lagerung und auch die Wasseraufbereitung beziehungsweise das Konservieren von Wasser einen zentralen Punkt darstellen. Wir zeigen Euch heute ein paar Möglichkeiten und Denkanstöße, wie man Wasser lagern, haltbar machen und filtern kann.


Alle offiziellen Informationen hier: https://www.bbk.bund.de

Ausrüstung gibt's bei https://www.recon-company.com 


Interesse an weiteren Beiträgen, passend zum Thema? Kein Problem, am Ende des Beitrags findet ihr die entsprechenden Links! Click here

Krisenvorsorge 2026 Teil 4 - Wasseraufbereitung und Lagerung


Ein Mensch kann ohne Nahrung bis zu 60 Tage (unter optimalen Bedingungen) überleben, aber ohne Wasser ist bereits nach drei bis vier Tagen das Limit erreicht. Das BBK empfiehlt pro Person im Haushalt 2 Liter Wasser pro Tag, wobei davon 1,5 Liter als Trinkwasser und 0,5 Liter als Kochwasser geplant sind. Hier muss man natürlich auch noch bedenken, dass man Wasser für die Hygiene benötigt und sollten Haustiere vorhanden sein, müssen diese selbstverständlich ebenfalls berücksichtigt werden. Geht man man nun von einer Krise aus, die "nur" 3 Tage dauert, sind das schon 32 Liter für eine vierköpfige Familie - das entspricht z.B. drei Kästen Wasser mit 12 Flaschen (1 Liter) für 36 Liter Wasser.


Die einfachste Möglichkeit Wasser zu lagern sind natürlich handelsübliche Behälter wie der normale Kasten Mineralwasser mit ca. 12 Flaschen pro Kasten oder Einwegpackungen mit 6 Flaschen sowie größere Einwegcontainer aus dem Supermarkt. Hier sollte man schauen, das man Behälter hat, die sich gut stapeln lassen und zur Lagerung einen kühlen dunklen Ort wählen idealerweise. Natürlich hat nicht jeder unbegrenzt Platz, hier sollte man sich gerade bei einer kleinen Mietwohnung ohne Keller überlegen, wie man mit dieser Problematik umgeht. Das regulär gekaufte Wasser aus dem Supermarkt sollte auch nicht einfach gelagert werden, sondern auch in einer Rotation im Alltag verbraucht werden. Es hilft nichts wenn man 200 Liter Wasser im Keller hat, dass man dann nicht mehr trinken kann, weil es gekippt ist.

Zu den normalen Wasser-Containern empfiehlt es sich auch etwas zu haben, was man im Notfall noch zusätzlich füllen kann: Hier zu sehen z.B. ein Reliance Faltkanister 10-Liter oder der etwas robustere Aquatainer für zusätzliches Wasser. Haus- oder Landbesitzer sollten zusätzlich prüfen, wie z.B. Nutzwasser/Regenwasser aufgefangen werden kann, auch ein eigener Brunnen oder Zugang zu einem nahgelegenen Bach sollte man in seine Überlegungen mit einbeziehen.


Eine gute robuste Alternative sind auch Wasserkanister aus Armee-Beständen - wie hier zu sehen der US Army Wasserkanister, den es als 20 oder 10 Liter Variante gibt.


Eher etwas für unterwegs - also für den Fluchtrucksack sind kleinere Trinkflaschen wie z.B. von Nalgene, sollten vorhanden sein. Sie können zu Hause für die Portionierung helfen und sind für unterwegs Euer Behältnis für das lebensnotwendige Trinkwasser.


Neben Nalgene Flaschen ist die gute alte US Army Feldflasche eine günstige Alternative.


Wer es ein wenig moderner mag, kann sich auch die Flaschen von Wildo ansehen...


...oder etwas exotischer: die australische 1 Litre Flask - hier von Platatac.


Selbstverständlich kann man auch Flaschen aus dem Supermarkt weiterverwenden - hier sollte man nur darauf achten, dass man Flaschen nimmt, die auch robuster sind - wie z.B. von Gatorade, Powerade oder ähnlichen Herstellern.


Nalgene, Platypus und andere Hersteller bieten auch Faltflaschen in verschiedenen Größen an - diese sind für kleinere Mengen ideal, da sie kaum Gewicht haben, platzsparend gelagert werden können und bei Bedarf nochmals zusätzliches Lagervolumen bieten.


Als alte Gear-Nerds werfen wir hier auch mal die Faltflaschen der Firma Whirl-Pak ins Rennen - diese Survival-Wasser-Beutel sind superleicht, extrem klein packbar...


...und bieten bei Bedarf eine Möglichkeit, nochmal einen Liter Wasser aufzunehmen.


Hersteller wie Sawyer bieten auch Faltflaschen an, die direkt zum Wasserfiltern verwendet werden können. Natürlich kann man hier jeden Beutel eines beliebigen Herstellers nehmen, solange das Gewinde passend zum Wasserfilter ist.


Die Feldflaschen / Wasserflaschen für Unterwegs sind in der Regel in der Größe von 1 Litern ausgelegt, es gäbe aber auch z.B. die Variante 2 Liter der US Armee...


...oder die afrikanische Feldflasche, die von Miltec nachgebaut wird - sie bietet ebenfalls 2 Liter Volumen.


Gerade im Rucksackbereich haben sich bei vielen Nutzern Trinkblasen bewährt. Es gibt sie von Camelbak, Source, Hydrapak und vielen weiteren Herstellern in veschiedenen Größen.


Der Vorteil einer Trinkblase ist, dass man in der Regel mehr Wasser im Rucksack getragen mitführen und auch direkt über einen Schlauch trinken kann, ohne den Rucksack absetzen zu müssen. Nachteilig ist hier die schwere Reinigung, der fehlende Überblick über den Inhalt wenn die Blase im Rucksack steckt und je nach dem wieviel Druck auf der Trinkblase durch die restliche Zuladung im Rucksack herrscht - ein Dichtigkeitsproblem.


Die Hersteller Source, Camelbak und Hydrapak bieten auch größere Trinkblasen an - z.B. mit 5 oder 10 Litern. Diese sind dann aber nicht dafür gedacht, dass man auf dem Rücken daraus trinkt...


....sondern als stationäre Quelle, wo man z.B. mit Schwerkraft Wasser filtern kann.


Solche größeren Säcke werden z.B. auch von Ortlieb angeboten - dann aber meist mit einem größeren Gewinde und eher um sauberes Wasser direkt daraus zu nutzen.


Kommen wir zum Thema Wasser filtern oder haltbar machen. Baktieren, Viren, Schwermetalle - alles Dinge, die man nicht so gerne im Trinkwasser haben möchte. Müsst Ihr Wasser in der Natur filtern, dann ist dieses Bild eine gute Warnung: Stehende Pfütze, stark verdreckt, wahrscheinlich auch häufig von Wildschweinen besucht - dieses Wasser wird Euch wahrscheinlich mehr Flüssigkeit entziehen, als dass Ihr zu Euch nehmt - hier könnte man wahrscheinlich einen eigenen Blog-Beitrag schreiben, was alles zu beachten ist. Kurz zusammengefasst:

  • Bevorzugt fließende Gewässer, wenn möglich Nahe am Quellenursprung oder zumindest so weit geprüft, dass ihr nicht Wasser schöpft, dass ein kleines Stück Flussaufwärts mit einem Tierkadaver oder Fäkalien kontaminiert ist.

  • Nutzt Möglichkeiten Wasser zu sammeln (Regen, Tau, Verdunstungswasser)


Wenn es daran geht Wasser aus fließendem oder stehendem Gewässer zu filtern ist es immer ratsam, das Wasser vorzufiltern. Gute Wasserfilter können mit groben Partikeln umgehen, jedoch erhöht es die Lebensdauer des Filters, wenn Ihr schon mal den größten Schmodder herausfiltert, bevor der eigentliche Wasserfilter benutzt wird. Hierzu eignen sich z.B. herkömmliche Kaffee-Filter aus dem Haushalt....


...aber auch Euer Shemagh/Halstuch leistet hier gute Dienste.


Einfach über den Flaschenhals legen und das Wasser darüber schütten. Steinchen und größere Partikel bleiben so schon mal hängen.


Ebenfalls eine gute Möglichkeit: Compressed Towels (zu Deutsch: Komprimierte Handtücher) diese Tücher in Tablettenform lassen sich zu größeren Tüchern entfalten, wenn man sie nass macht - auch generell eine gute Option für das Bug-Out-Kit.


Habt auf jeen Fall immer Desinfektionstücher bei Euren Wasserfilter-Sets mit dabei: Nicht nur das Wasser muss sauber sein, sondern auch der Rand der Flasche - wäre doch doof wenn Ihr Euch die Viren über den Flaschenrand holt, weil Ihr dort den Mund angesetzt habt!


Eine bewährte Methode um Keime zu Töten ist Micropur. Die Tabletten auf Chlor-Basis werden einfach in das Wasser geworfen, benötigen Einwirkzeit und neutralisieren zuverlässig Bakterien, Viren, Protozoen und Pilze.


Zudem hält Micropur Wasser auch keimfrei - bis zu 6 Monate - also nicht nur gut für unterwegs, sondern auch zu Hause um größere Menge Wasser keimfrei zu halten.


Etwas kostspieliger in der Anschaffung dafür aber ohne Ablaufdatum ist der H2O Global Water Purifier. Diese Gerät stellt quasi Euer eigenes Micropur her - alles, was man benötigt, ist ein wenig Salz und Wasser.


Dazu hat man praktischerweise eine Tröpfelflasche mit im Lieferumfang, wo man schon direkt eine Wasser/Salzlösung mitführen kann. Nun stellt man ein wieviel Wasser entkeimt werden soll (1,2,5,10 oder 20 Liter) tröpfelt es in die Öffnung des Geräts, und startet den Prozess. Es wird nun elektronisch eine Chlor-Lösung erstellt, die man dann auch einfach nur...


...in das zu entkeimende Wasser gibt - 30 Minuten warten, fertig!


Neben den Filtern auf Chlor-Basis gibt es auch noch mechanische Filter, bei denen das Wasser entweder durch Mikromembrane oder Aktiv-Kohle-Filter gepresst wird - wie z.B. der Lifestraw oder der Sawyer Wasserfilter.


Der Lifestraw hat den Vorteil, dass er auch direkt wie ein Strohhalm genutzt werden kann.


Alternativ lässt er sich aber auch auf eine Faltflasche schrauben, dann kann das Wasser durchgedrückt werden.


Das gleiche Prinzip nutzt der der Sawyer Squeeze.


Beide Systeme eignen sich auch zur Schwerkraftfilterung - hierzu benötigt Ihr dann eine Wasserblase oder einen Wassersack mit dem passenden Gewinde und ein Behältnis, das das gefilterte Wasser auffängt.


Katadyn bietet hier auch z.B. Inline-Systeme an, bei denen ein Filter direkt in der Trinkflasche integriert ist.


Einfach aufschrauben, Wasser einfüllen und trinken - gefiltert wird direkt beim Trinken.


Neben den kompakten und günstigen Lifestraw oder Sawyer Produkten gibt es auch noch für den Outdoor-Bereich einige größere Filter der Firma Katadyn.


Namentlich sind das der Vario, Pocket, Kombi oder hier der Hiker...


die über einen Pumpmechanismus das Wasser durch die Membrane drücken.


Philipps heiliger Gral ist der Grayl Wasserfilter, der sich gerade in jüngster Zeit hoher Beliebtheit im Outdoor-Segment erfreut.


Das zweiteilige System besteht außer einem Außenteil, der das Schmutzwasser aufnimmt und einem inneren Teil mit Filterelement, der dann einfach auf das Schmutzwasser gedrückt wird. Dadurch gelangt das saubere Wasser in die Innere Flasche - simpel und schnell!


Als letzte Filtermöglichkeit legen wir Euch noch den Steripen ans Herz - hier wird mit UV-Licht das Wasser gefiltert - das konzentrierte UV Licht tötet alle Bakterien und Viren. Wir haben selbst damit noch nicht gearbeitet, von daher können wir Euch nur die Option bieten.


Fazit:

Läuft kein Wasser, läuft sehr schnell gar nichts mehr. Integriert eine Rotation in Eure Trinkwasservorräte, schafft zusätzliche Lagerungsmöglichkeiten und legt Euch auf jeden Fall eine Art Filtersystem zu, damit Ihr im Notfall gut zurecht kommt!


Falls Ihr schon jetzt ein wenig nach Ausrüstung stöbern wollt, Recon Company führt viele Produkte zum Thema Krisenvorsorge, schaut gern rein!



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