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MEDIC GUIDE: PNEUMOTHORAX - ARBEITEN MIT CHEST SEAL & DEKOMPRESSIONSNADEL

Bei Stich- oder Schussverletzungen und stumpfen Traumata kann ein Pneumothorax auftreten. Ein großer Pneumothorax führt unbehandelt zum Tod, weshalb die moderne taktische Notfallmedizin sich auch dieser Verletzung widmet. Wir zeigen Euch heute medizinische Hilfsmittel, die man verwenden kann und Trainingsgeräte, mit denen Ihr üben könnt.


Dekompressionsnadeln und Chest seals bekommt Ihr Wero Med: https://www.wero.de/atmung-brustkorb


WICHTIG: Dieses Video/Beitrag dient NUR der Unterhaltung und ersetzt keine MEDIZINISCHE AUSBILDUNG! Wenn Ihr Euch für das Thema interessiert, besucht Kurse! NICHT NACHMACHEN!


Bei einem Spannungspneumothorax sammelt sich Luft zwischen Brustwand und Lunge an und erhöht den Druck im Brustkorb. Dadurch wird die Blutmenge, die zurück ins Herz geleitet wird, verringert. Die Symptome sind Schmerzen im Brustkorb, Kurzatmigkeit, beschleunigte Atmung und Herzrasen, gefolgt von Schock.

In der taktischen Notfallmedizin ist es für Einsatzkräfte wichtig, die grundlegenden Maßnahmen wie Tourniquet anlegen, Wunde tamponieren, Druckverband anlegen, Tubus setzen, Beatmen und auch eine Dekompressionsnadel setzen geübt und beherrscht wird.

Zu diesem Thema gehört auch auf jeden Fall die Nutzung eines Chest Seals, da nicht selten auch Schussverletzungen für den Spannungspneumothorax verantwortlich sind.


Das Chest Seal ist im Grunde ein Verbandspad, dass auf die Wunde geklebt wird und diese vollständig abdichtet. Dadurch kann keine Luft mehr eingesaugt werden.


Chest Seals kommen häufig auch als Doppel-Pack, schließlich kann bei einer Eintrittswunde auch eine Austrittswunde vorhanden sein, von daher sollten man mindestens zwei Chest Seals im IFAK haben.


Um bereits eingedrungener Luft im Thorax-Raum wieder herauszubekommen, setzt man eine Dekompressionsnadel ein. Diese gibt es von verschiedenen Herstellern wie Tyvek oder North American Rescue.


Die Nadel wird in einer stabilen Hülle transportiert und muss bei Nutzung nur herausgezogen werden. Die Nadel sitzt dabei in einem Kunststoffträger, der dann auch nach dem Einstich im Brustkorb verbleibt.


Die Stelle für eine Nadeldekompression des Brustkorbes ist der zweite Interkostalraum auf der mittleren Klavikularlinie, direkt seitlich der Brustwarzenlinie. Es ist wichtig, den Katheter seitlich an der Brustwarze einzuführen, um sicherzustellen, dass nicht die Herzkammer getroffen wird.


Trainieren kann man das z.B. auch sehr gut mit Schweinerippen - falls man keine Trainier oder Puppen zur Verfügung hat. Das hilft dann zumindest einmal um die Eindringtiefe und Konsistenz zu erfühlen.


SAM-Medical hat eine Thorax Schablone entwickelt, die eine erleichterte Auffindung der Einstichstelle ermöglicht.


Wir haben es auf der Rettmobil kurz vorgestellt, für Deutschland fehlt noch die Zulassung.


Mit einem Thorax-Trainer kann man die grundlegende Funktion üben. Hier sind im Silikon Rippen eingearbeitet, die man ertasten kann um dann die Einstichstelle zu wählen.


Unter dem Silikon Kissen kann man kleine Zip-Beutel mit Luft einlegen, die dann auch das charakteristische Geräusch der entweichenden Luft simulieren.


Fazit:


Chest Seals und Dekompressionsnadeln gehören in jedes IFAK, aber auch die Anwendung sollte erlernt werden. Das ist aber nicht für Einsatzkräfte relevant, sondern kann auch in anderen Situationen hilfreich sein. Ein stumpfer Spannungspneumothorax kann auch bei Verkehrsunfällen auftreten, beziehungsweise eine Punktierung muss nicht zwangsläufig durch ein Messer oder eine Schusswaffe ausgelöst werden. Jedes Leben zählt, wenn Ihr also helfen wollt bildet Euch weiter oder erlernt die wichtigsten Maßnahmen bei professionellen Ausbildern!


Dekompressionsnadeln und Chest Seals sowie die passende Trainingsmittel bekommt Ihr bei Wero Med, hier ist der Link zum Shop:


https://www.wero.de


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