top of page

Better safe than sorry - Firefield Rangepoint Range Finder

Sep 7
3 min read

Nichts ist für den präzisen Schuss wichtiger, als die korrekte Entfernung zum Ziel genau bestimmen zu können. Dafür gibt es auf dem Markt eine Bandbreite von Gerätschaften, vom Koinzidenzentfernungsmesser aus den 30er Jahren bis hin zum hochmodernen Laserentfernungsmesser mit Ballistik Computer an Bord.

Nicht jeder will nun ein 1,20m langes Doppelfernrohr mit sich herumschleppen oder hat das Budget um sich ein Top-Gerät zu leisten. Und genau da kommt der Firefield Rangepoint Entfernungsmesser ins Spiel. Klein, aber potent kommt er daher, und das für einen schmalen Taler.

Alle Details zu dem Gerät, heute im Blog und Video.




Interesse an weiteren Beiträgen, passend zum Thema? Kein Problem, am Ende des Beitrags findet ihr die entsprechenden Links! Click here

Der Firefield Rangepoint Range Finder

Spezifikationen:

  • Maße: 115 x 40 x 72mm

  • Gewicht: 165g

  • Material: Kunststoff, gummiarmiert

  • Vergrößerung: 6x

  • Objektivdurchmesser: 25mm

  • 7° Sehfeld

  • Messbereich: 5 - 800yds / 4,6 - 732m

  • IP Standard: IP 54 - Wasser- und Staubresistent

  • Energieversorgung: 2x AAA-Batterie


Material:

  • Gummi-armierter ABS Kunststoff


Bislang haben wir Euch immer nur Zieloptiken von Firefield vorgestellt, die auch sehr ordentlich, vor allem, wenn man den Preispunkt ansieht, abgeschnitten haben. Genau hier ordnet sich auf der Laser-Entfernungsmesser der Amerikaner ein: Ein abgespecktes, kostengünstiges Einsteigerpaket mit Mittelklasse-Leistung.


Im Lieferumfang unterscheidet sich dabei das Firefield Produkt wesentlich von den teureren Anbietern auf dem Markt: Abgesehen von einer Bereitschaftstasche aus Nylon, zur Gürtelmontage, findet man ein Reinigungstuch und ein Handbuch.


Das herausstechendste Merkmal für uns ist die kompakte Bauweise und das extrem leichte Gewicht. Durch die gummierte ABS-Oberfläche...


... verfügt das gute Stück sogar über die Klassifizierung IP 54 - Wasser- und Staubresistent. Damit ist es gegen Eindringen von Staub in schädlichen Mengen und Spritzwasser aus allen Richtungen geschützt.


Die Bedienung ist denkbar einfach und findet über zwei gummierte Knöpfe statt: Den hier im Bild unten liegenden Ein- und Ausschaltknopf, sowie der Menü-Button. Am ebenfalls gummierten Okulars lassen sich eventuelle Sehfehler nachjustieren, sodass Bild und Absehen scharf gestellt werden können.


Das Gerät passt sicher in eine Hand, und lässt sich auch leicht in einer Hosen- oder Jackentasche verstauen. Was hilft ein Entfernungsmesser, wenn man ihn nicht gerne am Mann hat?


Mit Energie versorgt wird der Rangepoint über zwei AAA-Batterien, die hinter einer durch einen O-Ring geschützten und per Drehverschluss geschützten Klappe sitzen.


Laut Angabe reicht der Strom für 5000 Messungen, wobei das unserer Erfahrung nach meistens nur Richtwerte sind, die von äußeren Einflüssen genauso abhängig sind, wie von der sachgemäßen Bedienung und der Messreichweite.


Um die Leistung des Geräts vergleichen zu können, haben wir das aktuelle Benchmark-Gerät aus unserem Fundus zur Hilfe genommen, dass Bernhard von der Firma I-E-A-Mil Optics erworben hat, den Vectronix Vector X. Es war sehr kompliziert, durch die Entfernungsmesser zu filmen, wir haben unser bestes gegeben:


Hier haben wir auf den ersten Querholm des Strommastens gemessen: Der Vector misst 285,5m, der Firefield Rangepoint Entfernungsmesser 285m.

Der halbe Meter dürfte für die praktische Anwendung, abgesehen vom Rimfire PRS vielleicht, irrelevant sein.

Was außerdem auffällt ist das aufgeräumte LCD-Display des Firefield Produkts, das oben, über der zentralen Entfernungsmarke die gemessene Entfernung anzeigt, sowie darunter die tatsächliche Entfernung in der Abwicklung. Da der Abgangswinkel 0° beträgt, ist diese Entfernung hier gleich der oberen.


Bei einer Messung um die 300m steigt die Diskrepanz der Messungen bereits an. Hier können wir einen "Messfehler" von 1,0m (305,6m zu 304,6m) beobachten, wobei man natürlich ohne genormte Messstrecke nicht weiß bei welchem Gerät der Fehler sitzt, falls es überhaupt einen gibt.


Die weiteren Messungen bestätigen sich. Der Vector X misst durchgehend etwas mehr Entfernung als das günstige Firefield Produkt.


Eine Herausforderung ist immer das Messen von diffus reflektierenden Objekten, wie z.B. Glasscheiben oder, wie hier, Reflektoren. Hier ist das Messergebnis umgekehrt, der Range Point zeigt etwas mehr (0,4m) als der Vector X an. Dies kann auf jeden Fall am Belasern des Leitpfosten liegen. Die Diskrepanz ist aber nicht so groß, als dass es ballistisch eine Katastrophe darstellen würde.


Fazit:

Wer einen für den Nachteinsatz tauglichen Laserentfernungsmesser für einen schmalen Taler und im Taschenformat sucht, ist beim Firefield Rangepoint Entfernungsmesser sehr gut aufgehoben. Die Bedienung ist denkbar einfach und unkompliziert.

Wer Ballistik Lösungen, Azimut Berechnungen usw. wünscht, ist hier beim Firefield Rangepoint leider falsch, aber muss sich natürlich auch in die komplexen Anwendungen hineinarbeiten.

Das heute vorgestellte Produkt glänzt durch seine Einfachheit.

Was sich jedoch immer rentiert, ist bei einem Kreis-Absehen im Entfernungsmesser, den tatsächlichen Messpunkt zu ermitteln und sich diesen auf dem Gerät zu notieren. Somit lässt sich die Genauigkeit nochmals steigern.

Wir haben auch versucht, weitere Messungen, jenseits der 600m durchzuführen, was uns dann leider mit dem Gerät nicht mehr gelungen ist.



Ihr bekommt den Firefield Rangepoint Rangefinder direkt bei Firefield Europe, hier ist der Link zum Shop:



Interesse geweckt? Etwas weiter unten findest du eine kleine Auswahl an passenden Beiträgen:

Comments


bottom of page