Eberlestock Operator V6 - die nächste Evolutionsstufe des Waffenrucksacks!
- Martin Sendlbeck

- 6 minutes ago
- 7 min read
Der Eberlestock Operator ist seit Jahren neben dem Gunslinger DER Rucksack, dem Einsatzkräfte vertrauen und diesen nutzen, um Scharfschützengewehr nebst Ausrüstung sicher mitzuführen. Das Feedback der Nutzer und gesammelte Erfahrungen haben den Rucksack bereits letztes Jahr in die Generation 4 gebracht, nun ist er auch mit geringfügigen Änderungen in der Version V6 verfügbar - wir stellen Ihn Euch heute vor!
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Eberlestock Operator Pack V6

Jeder Präzisions- oder Scharfschütze kennt das Problem - Für die Annäherung muss das Gewehr und Ausrüstung transportiert werden. Munition, Thermal/Nachtsichtaufsätze, Fernglas, Spektiv, Dreibein, Zweibein und natürlich auch persönliche Ausrüstung - da kommt schnell was zusammen.

Eberlestock bietet hier weltweit als einer der ersten Hersteller die Möglichkeit, Langwaffen direkt am Rücken zu transportieren und zwar so, dass man - je nach Waffe - diese auch selbst herausziehen kann, ohne den Rucksack abzusetzen. Nicht nur das US Militär nutzt die Rucksäcke dienstlich geliefert, auch viele andere Militärs weltweit setzen auf Eberlestock - dazu kommen noch Endanwender aus dem behördlichen Sektor (Polizei / SWAT / etc) und natürlich ist Eberlestock auch sehr beliebt im Jagdsektor.

Während das Urmodell Gunslinger von Eberlestock lediglich ein wenig Stauraum + Waffenscheide bietet, hat man beim Operator Pack G4 V6 einen guten Kompromiss gewählt, um mehr Stauraum bei Bedarf zu ermöglichen, aber auch trotzdem für weniger Bedarf nicht mehr aufzubauen als der Gunslinger.
Spezifikationen:
Volumen: 77 Liter
Maße: 69 cm x 31 cm x 25 cm
Maße Waffentasche: 84 cm x 26 cm x 8 cm
Gewicht: 4,6 Kg
Tragesystem: Intex II Frame
Material: 500d Cordura
Farben: Multicam, Coyote, Dry Earth, Schwarz

Insgesamt bietet der Eberlestock Operator G4 V6 77 Liter Volumen Stauraum. Das eigentliche Hauptfach würden wir ähnlich dem Gunslinger mit 35 Litern bemessen, dazu kommen 10 Liter Waffenstauraum und die beiden aufgesetzten Außentaschen mit ca. 5 Litern. Die restlichen Liter würden wir auf die beiden Außentaschen legen, die bei Bedarf auch flach am Rucksack angelegt werden können.

Die Front des Operator ist mit zwei kleinen Organisationstaschen besetzt, die ungefähr gleichgroß sind. Beide Taschen verfügen über Daisy-Chain-Schlaufen zum Anbringen weiterer Ausrüstung.

Die obere Tasche hat einen Streifen Klett für Patches.

Die untere Tasche ist minimal nach außen geneigt, während die obere Tasche flach anliegt.

Beide Taschen verfügen über zwei YKK-Zipper...

...haben aber sonst keine weitere Unterteilung.

Neu bei V6 ist der Wechsel von Daisy Chain Schlaufen auf klassische PALS Schlaufen. Hier könnte man nochmals Taschen anbringen.

Wie schon erwähnt lässt sich die Außentasche flach anlegen, wenn nur Stauraum im Hauptfach benötigt wird. Realisiert wird das einem mittig verlaufenden Kompressionsriemen.

Am unteren Ende findet man eine sehr große offene Außentasche, die für seitlich transportierte Langwaffen, Tripods oder ähnliche Gegenstände ideal ist...

...aber auch Platz für Trinkflaschen bietet. 1 US Canteen mit 1 Liter, 2 Liter US Canteens oder 2 Nalgenes schluckt die Tasche locker. Der obere Rand der Tasche lässt sich mit einer Zugkordel enger oder weiter stellen.

Die Seitentasche selbst lässt sich mit einem Fastex-Verschluss oben öffnen. Hier findet man gleich eine Aufhängung für Trinkblasen, denn beim Operator sieht das Konzept vor, die Außentaschen für Trinkblasen zu nutzen.

Durch den Mini-Verschluss passen alle gängigen Trinkblasen hier hinein, 3 Liter sind kein Problem.

Der Schlauch kann dann durch die Öffnungen für die zusätzlichen Kompressionsriemen herausgeführt werden.

Diese zusätzlichen Riemen dienen zur Komprimierung der Waffentasche am Rucksack und verlaufen dementsprechend nicht ÜBER die Außentaschen, sondern hindurch.

Pro Seite sind es zwei Riemen, die mittig auf der Front mit zwei Fastex-Verschlüssen verbunden werden.

Kurz neben der Polsterung sieht man hier die Gurtbandschlaufe, die an den Rucksack herangezogen wird - das ist die notwendige Komprimierung die verhindert, dass der Rucksack sich zu sehr auf der Waffentasche bewegt.

Die Seitentaschen lassen sich zur Front hin auch noch vertikal aufzippen - der Reißverschluss dazu ist oben mit einem Haken gesichert, damit er nicht versehentlich aufgehen kann.

Darunter verbirgt sich horizontale Daisy Chain, hier kann dann der Rucksack z.B. als Schießunterlage genutzt werden...

...während man auf die optional angebrachten Taschen zugreift. Der Bereich eignet sich auch perfekt für die Aufnahme von Tripods, damit sie nicht so exponiert sind.

Das Tragesystem hat sich zu der letzten Version kaum verändert - Man setzt auf großporiges Meshpolster in ordentlicher Breite. Unterlegt ist das System mit einem Intex II-Alu-Rahmen, den man auch komplett entnehmen kann bei Bedarf.

Die Höhenverstellung erfolgt über Klett und vordefinierte Einschübe.

zwei lange Polster mit Luft-Zirkulations-Aussparung verlaufen vertikal bis ganz nach unten. Hier sitzen dann auch die dick gepolsterten Hüftflossen...

...die man in der V6 Version deutlich breiter gestaltet hat. Nun stehen drei Reihen PALS zur Verfügung...

...leider aber immer noch das Pull Backward System. Hier hätten wir uns über Pull-Forward gefreut! Der Hüftgurt lässt sich bei Bedarf komplett entnehmen.

Die Schulterträger verfügen über Lastenkontrollriemen...

D-Ringe und Hypalon Schlaufen für Trinkschläuche oder Kabel...

...sowie einen höhenverstellbaren Brustgurt.

Der Gurt kann mit einer Leiterschnalle justiert ...

...und bei Bedarf im unteren Bereich mit Fastex Schnallen schnell abgeworfen werden.

Das Deckelfach lässt sich komplett vom Rucksack trennen. Es hat auf der Oberseite PALS Schlaufen...

...und eine flache Fronttasche mit wasserdichtem Reißverschluss.

Hier können kleinere Gegenstände verstaut werden, ein Karabiner zur Sicherung ist vorhanden.

Seitlich finet man einen weiteren wassdichten Zipper...

...der für ein Staufach über die komplette Breite der Tasche zuständig ist. Hier wurde weicher Velours-Klett verwendet, der z.B. elektronische Geräte perfekt schützt.

Auf der Innenseite verlaufen zwei Klettstreifen an den Außenrändern...

...die den Einschub für Hüftflossen verschließen. Diese machen aus dem Deckelfach...

...eine Hüfttasche / Buttpack, in der man z.B. Notfallausrüstung verstauen kann.

Das eigentliche Deckelfach wird mit zwei YKK Reißverschlüssen bedient...

...die das Fach zu 2/3 öffnen. Hier ist ebenfalls Velours Klett zum Schutz verwendet worden - man kann es aber auch zur Organisation von Haken-Klett-Inserts nutzen.

Unter dem Deckelfach befindet sich eine große Schneeschütze mit Kordelzug, die den Rucksack im Top-Loader-Modus verschließt und auch etwa überladen lässt.

Eine weitere kleine Änderung findet man im Front-Loader-Modus: Während die Vorgänger-Version des Operator packs mit einer ovalen Öffnung ausgestattet war, hat man hier...

...auf eine rechteckige gesetzt. Die Klappe wird mit zwei YKK Reißverschlüssen bedient.

Im Hauptfach hat sich nichts geändert. Die Rückseite verfügt über eine Meshwand, die für die Fixierung von größeren Funkgeräten gedacht ist. Hier kann aber auch einen Trinkblase dahinter fixiert werden.

Beide Seiten verfügen über schmale Einschübe mit elastischer Öffnung - von der Breite passend wir Kestrel-Windmesser, Multitools, TQs oder Pistolenmagazine.

Die Klappe selbst hat auf der Innenseite Daisy Chain verbaut, um weitere Taschen anbringen zu können.

Das Fach verfügt am Boden über eine weitere Schneeschürze...

...die das Schlafsackfach abtrennt. Bei Bedarf kann man die Schneeschürze öffnen um ein großes Fach zu kreieren. Das Schlafsackfach ist nicht riesig, Woobies, Jungle Bags oder ein Snugpak Elite 3 passen, ein Defence 4 von Carinthia ist zu groß. Das Fach lässt sich selbstverständlich auch von vorne öffnen, analog zum Hauptfach mit zwei YKK Zippern.

An der Rückseite sind wieder Einschübe vorhanden...

...nur dass es hier zwei größere sind, die auch vom Volumen her eine 1 Liter Nalgene fassen können.

Die Klappe lässt sich mit Daisy Chain und weiteren Taschen bestücken, falls man mehr Organisation möchte.

Der Boden ist mit Mesh ausgeführt...

...und das hat einen Grund - schaut man sich die Unterseite des Operator Packs an, findet man einen weiteren Reißverschluss...

...der das Fach für das Regencover verschießt. Dieses ist mit einem Karabinerhaken gesichert...

...und kann schnell den ganzen Rucksack schützen.

Übrigens - der Boden hat auch noch einmal zwei Reihen PALS um z.B. eine Isomatte zu befestigen.

Hier sieht man dahinter den Boden des Waffenfachs, der hier mit einem Fastex-Verschluss zu sehen ist.

So aufgebaut endet der Rucksack genau wie jeder reguläre Rucksack, nur dass man hier dann eine kurze Waffentasche hat, die ca 70cm einer Langwaffe aufnehmen kann. Der Rest kann dann oben herausschauen - ideal z.B. für die Sicherungswaffe in Form eines kurzen M4 oder ähnlichen Sturmgewehren.

Öffnet man den Fastex Verschluss unten, kommt ein Waffenschuh zum Vorschein, der am Boden nochmals mit Hypalon verstärkt ist. Dieser Schuh lässt dann auch längere Waffen zu - 84 cm der Waffe werden komplett geschluckt, während der Rest nach oben herausstehen kann - da geht aber noch mehr, doch dazu später.

Der Einschub für die Langwaffe findet sich am oberen Rand des Tragesystems gleich hinter dem Deckelfach, wo Ihr auch nochmals einen stabilen Tragegriff für den Rucksack findet.

Weitere Griffe sind rechts und links vorhanden.

Das Waffenfach lässt sich rudimentär mit zwei Fastex Schnallen schließen, wenn man das Cover nicht nutzt (dazu gleich mehr).

Die Schnallen sind mit Cordura ummantelt, damit die Waffe nicht beschädigt werden kann.

Hier kann man nun sein Gewehr mit Zielfernrohr und eventuell auch Zweibein Lauf voraus einschieben...

...bis der Lauf das Ende des Fußes berührt.

Oben steht nun nur noch der Schaft heraus, der dann mit den Schnallen gesichert werden kann.

Jetzt kann man den Rucksack an die Waffe komprimieren...

...und bei Bedarf noch zusätzlich den oberen Bereich mit einer Leiterschnalle festzurren.

Je nach Waffe steht der Schaft dann über den Kopf heraus - aber auch dafür hat Eberlestock eine Lösung.

Knapp oberhalb des verstärkten Bereiches am Waffenschuh ist rückseitig ein kleiner Reißverschluss zu finden.

Hier kann der Lauf herausgesteckt werden, so dass man nochmals Platz gewinnt. Je nach Waffensystem kann das Gewehr dann komplett in der Tasche verschwinden - allerdings steht dann der Lauf unten ungeschützt heraus.

Sollte man zusätzlichen Schutz wünschen, verfügt das Waffenfach über ein Cover, dass an den Fastex-Verschlüssen befestigt werden kann. Es lässt sich dann auch über die gesamte Länge justieren, so dass keine unnötige Länge nach oben entsteht.

Fazit:
Der Eberlestock G4 Operator Pack V6 ist ein Scharfschützenrucksack der Superlative. Hier wurde an alles gedacht, was der Präzisionsschütze, Scharfschütze oder gar Jäger benötigt: Organisation, Stauraum, Tragekomfort, Waffenauflage - fast perfekt! Warum nur fast? In unseren Augen ist der Rucksack leer mit 4,6 Kilo doch recht schwer für das Volumen, das er bietet und ein Pull-Forward-System hätte uns noch gut gefallen - ansonsten gibt es aber absolut nichts auszusetzen! Verarbeitung Top, Features Top, Eberlestock!
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