KJI 500 Tripod und Nomad Ball Head - Flexibel und drehbar.
Die Pirschjagd und auch das dynamische Schießen kommt immer mehr in Mode. Allerdings kann nicht jeder, der sich für dieses Hobby interessiert, unbeschwert hunderte oder gar tausende Euros für sein Equipment ausgeben. Die Firma KJI steht seit jeher für Schießsportzubehör, das durchdacht, robust und preiswert ist und seine Nutzer dabei nicht im Stich lässt.
Alle Infos über das kleine KJI 500 Dreibein und den dazu passenden Nomad Kugelkopf erhaltet ihr heute im Blog und im Video.
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Das KJI K500 Dreibein
Spezifikationen:
Länge eingefahren: 48,6cm
Länge maximal ausgefahren: 136,8
Durchmesser der Kopfplatte: 42mm
Gewinde: 3/8"-16TPI
Gewicht: 172g
Material: Harteloxiertes Aluminium
Der KJI Nomad Kugelkopf
Spezifikationen:
Maße: 107 x 95 x 87cm
Gewicht: 490g
Kugeldurchmesser: 40mm
Gewinde: 3/8x16TPI Innengewinde
Maximale Traglast: 30lbs / 13,6Kg

Das KJI K500 Dreibein wird in einer ordentlich verabeiteten, schwarzen Nylon-Bereitschaftstasche geliefert, in die es sogar inklusive montiertem Nomad-Kugelkopf passt.

Des Weiteren befinden sich zwei Innensechskantschlüssel im Lieferumfang, mir denen sich Feineinstellungen an den Gewinden der Scharniere vornehmen lassen, die die Bewegungsfreiheit dieser beeinflussen. Wer also lieber strenger laufende Scharniere wünscht, zieht die Schrauben etwas mehr an, wer gerne ein loses Aufklappen braucht, lockert die Schrauben etwas.

Die Gummi-Füße des Dreibeins lassen sich ganz einfach abschrauben und können dirch die Innengewinde in den Alubeinen...

... durch die mitgelieferten Erdsporne ausgetauscht werden. Zum festen Anziehen kann z.B. einer der Inbus-Schlüssel in das Loch im Ersporn oder auch ein Maulschlüssel, der jedoch nicht im Lieferumfang ist, genutzt werden.

Die harteloxierten Beine sind in vier Segmente aufgeteilt, was dieses sehr variabel, aber auch kompakt, nur 48,6cm, in der eingefahrenen Stellung macht. Im voll-ausgefahrenen Zustand misst das Dreibein stolze 136,8cm, auf die dann aber immer noch der jeweilige Kugelkopf drauf kommen.
Die Verstellung der Beinsegmente ist stufenlos und wird über die drei aus Aluminium gefrästen Rändelschrauben geregelt.

Ein leichter Dreh von 1/8 is 1/4 Umdrehung reicht aus und die vier Segmente lassen sich in einem Rutsch ausziehen.

Die Kopfplatte durchmisst 42mm und verfügt über ein 3/8"-16TPI Standardgewinde für Kugelköpfe.

Was das K500 besonders macht, ist die extreme Verstellung der Neigungswinkel. Über die drei Angle-Lock-Mechanismen neben der Kopfplatte lassen sich die Beine einzeln in ihrer Neigung (23°, 55°, 83°) einstellen, sodass sogar unebenstes Gelände ausgeglichen werden kann.

Die flachste Einstellung ist perfekt zum Liegend-Anschlag, was dem Schützen durch die breite Auflage eine absolut solide Schießplattform bietet.

Auch könnte man diese Beinposition nutzen, um z.B. von einem unebenen Felsen zu schießen.

Die mittlere Winkel-Einstellung bietet dem Schützen eine kompakte, aber ebenfalls sehr solide Plattform für das Schießen im knienden oder sitzenden Anschlag, während die...

... aufrechte Einstellung nochmals ein paar Centimeter an Höhe generiert oder auch...

...die volle Einstellbarkeit der Beine für den Schuss aus dem Stehen bietet.

Die Verstellung der Beinhöhe ist durch die schmalen Durchmesser der Rohre...

...und auch durch die griffigen Klemm-Ringe extrem schnell und einfach.

Der steile Winkel in der engsten Position erleichtert das Handling enorm, kostet allerdings etwas Stabilität beim Schießen mit schweren Kalibern.

Die maximale Bauhöhe von 136,8cm ohne Kugelkopf und ca 145cm inkl. "Nomad" ist für Schützen bis 175cm oder 180cm Körpergröße ideal. Für Anwender mit wesentlich größeren Ausmaßen sollte man ggf ein etwas höheres Dreibein wählen, aber auch da hat KJI etwas im Programm.

Der "Nomad" Kugelkopf passt mit seinen 42cm Footprint und dem 3/8x16TPI Innengewinde wie angegossen auf das K500 Dreibein.
Die Montage ist denkbar einfach. Man zieht die Einstellschrauben fest und schraubt den Kugelkopf auf das Dreibein-Gewinde - Fertig.

Insgesamt verfügt dieser über drei Justierschrauben. Die hier in der Hand befindliche steuert die Drehung des gesamten Aufbaus in der Hoch-Achse, also wie einen Geschützturm eines Panzers. Hier kann nicht nur eingestellt werden, ob sich der Kopf dreht oder nicht, sondern auch der Widerstand, bzw. die Leichtgängigkeit.

Die große Haupt-Schraube steuert die Reibung der eigentlichen Kugel von freiher, nahezu reibungsloser Bewegung über hochwertig anfühlendes Gleiten und bis hin zum bombenfesten Grip.

Die dritte Einstellmöglichkeit ist der kleine Exzenter-Hebel, der die Kugel augenblicklich feststellt. Somit hat man die Möglichkeit, den Kopf über die große Einstellschraube zu bewegen, um z.B. einem Ziel zu folgen und dann mit einem "Flick" des Exzenter-Hebels, sofort alles Spiel aus dem Kopf zu nehmen.

Das Montage-Interface entspricht dem Markt-Standard "ARCA-Swiss", der mittlerweile an vielen Waffensystemen fest verbaut ist und unvergleichliche Flexibilität und Stabilität im Anschlag schafft. Dies macht das sehr leichte und kompakte K500 Dreibein nicht nur für die Anwendung im Schießsport oder bei der Jagd ideal, sondern auch für Fotografie oder Filmaufnahmen, da die ARCA-Swiss-Schnittstelle eh aus dem Fotobereich kommt.

Die einstellbaren Klemmbacken lassen sich durch eine 180°-Öffnung des entsprechenden Hebels öffnen und auch wieder schließen. Dies bietet eine...

... schnelle und extrem feste Montage auch schwerster Waffensysteme (hier 14Kg).

Die Tragfähigkeit des K500 ist mit 80lbs. also ca 37Kg angegeben. Das sollte für die meisten Anwendungen ausreichen.

Fazit:
Das KJI K500 Dreibein stellt aus der enorm gewachsenen Dreibein-Serie des Herstellers das Einsteigermodell dar, überzeugt jedoch durch saubere Verarbeitung, durchdachte Features und das kompakte Packmaß.
Im Vergleich zu Carbon-Zweibeinen sind die Stelzen sehr schmal, was wiederum das Packmaß verringert. Außerdem ist Aluminium weniger anspruchsvoll in der Pflege als Kohlefasermaterial. Die nur 1400g Gewicht des Dreibeins und 490g Gewicht des Nomad-Kugelkopf sprengen hier auch noch nicht die Bank, im Gegensatz zum Mehrpreis eines Carbon-Dreibeins.
Der Kosten-Nutzenfaktor ist bei dieser Kombination also sehr hoch.
In der Benutzung ist uns natürlich auch ein Manko aufgefallen: Wenn Gewicht auf dem Dreibein liegt, das waren bei diesem Waffensystem immerhin stolze 14Kg, ist das Herausziehen der Angle-Locks nur sehr schwer möglich. Man muss dazu die Beine etwas zusammenschieben, also den Druck von den Gelenken nehmen und kann dann allerdings spielend einfach die Angle-Locks bedienen. Beim Reduzieren der Beinwinkel ist uns dabei aufgefallen, wie sauber und spielfrei die Angle-Locks von selbst einrasten, sodass die Beine nicht aus Versehen auseinander-driften und das teure Schießeisen im Dreck landet.
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