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Krisenvorsorge 2026 - Teil 13 - Bug out Bag, Fluchtrucksack, Notgepäck

Es ist soweit - die Krise hat uns soweit gebracht, dass wir die sicheren vier Wände verlassen müssen. Abhauen in den Wald, zu Freunden oder einem Geheimversteck - Was realistische Szenarien für den Einsatz eines Fluchtrucksacks sind, zeigen wir Euch heute!


Alle offiziellen Informationen hier: https://www.bbk.bund.de

Ausrüstung gibt's bei https://www.recon-company.com 


Interesse an weiteren Beiträgen, passend zum Thema? Kein Problem, am Ende des Beitrags findet ihr die entsprechenden Links! Click here

Krisenvorsorge 2026 Teil 13 - Fluchtrucksack, Bug out Bag, Notgepäck


Wer kennt es nicht aus hunderten von Apokalypse oder Endzeitfilmen: Eine Katastrophe bricht herein und ein paar tapfere Recken schnappen Ihre Ausrüstung und verstecken sich im Wald. Wir haben bereits am Anfang dieser Serie dahingehend eingewirkt, dass wir uns bei der Krisenvorsorge vornehmlich mit dem Durchleben der Krise zu Hause beschäftigen wollen. Mal ehrlich bei all der Outdoor-Romantik und Gear-Verliebtheit die wir alle haben: Wie realistisch ist es, sich wochenlang im Wald einzuigeln? Sicherlich kann es ein Szenario geben, wo eine Krise so lange dauert, dass sämtliche Instanzen der Versorgung versagen und man auch zu Hause keinen Vorteil mehr hat - aber dann in den Wald zu gehen und dort auch zu bestehen werden wohl die wenigsten.


Aus diesem Grund haben wir diesen Beitrag zweigeteilt: Einmal das Fluchtrucksack/Bug out Bag Szenario mit dem Ziel, sich 72 Stunden irgendwohin durchzuschlagen - z.B. zu Freunden, Familie etc. jeweils im Sommer und Winter Setup und einmal mit dem Szenario Notgepäck, dass uns sicher zur nächsten Sammelstelle begleitet.


Ihr habt uns gefragt welche Bekleidung dafür sinnvoll ist. Im Sommer Setup sollte das natürlich leichte Kleidung sein, jedoch auf jeden Fall in langer Ausführung - also ein langärmliges Hemd und eine lange Hose. Warum? Ganz einfach: Schutz. Schutz vor Sonne, Dornen, Tieren - hier kann man schon sehr viel abfangen, wenn man mal nicht ganz so leicht bekleidet unterwegs ist.

Ein weiterer Aspekt ist die Auffälligkeit - wählt Ihr knallige Farben, kann das auf Euch aufmerksam machen, mit gedeckten Farben ist man dann schon etwas besser unterwegs. Genauso solltet Ihr einen übermäßig militärischen Look vermeiden, auch das kann im Fall der Fälle suboptimal sein.


Philipp hat hier z.B. eine Outdoor Hose von Fjällräven und Lowa Renegade Schuhe gewählt. Robustes Schuhwerk ist auch im Sommer wichtig, hier kann man z.B. auf Goretex verzichten. Bei der Hose ist es wichtig, dass man schnelltrocknende robuste Materialien wählt und auch ein paar Taschen mehr hat als bei einer Jeans.


Als Oberbekleidung bietet sich ein Funktions-T-Shirt an, darüber ein geknöpftes Hemd, in diesem Fall ein LMSGear Flanell Hemd.


Für das Winter-Setup empfiehlt sich Bekleidung aus Softshell Material. Martin hat sich für ein Surplus Set der Army von Patagonia entschieden - PCU Level 5 Jacke und Hose.


Dazu ein paar Gamaschen von Outdoor Research und AKU Alterra Lite Mid Goretex Schuhe.


Im Winter darf man natürlich nicht Handschuhe und warme Mütze vergessen - in diesem Fall Mechanix und US Army Beanie aus Polartec.


Neben einem Funktionsshirt sollte unter der nicht isolierten Softshell auch noch eine wärmenden Schicht getragen werden - hier testen wir gerade Polartec Alpha, dass man auch gut in der Bewegung tragen kann ohne zu überhitzen.


In den Taschen am Mann sollte immer Schreibzeug sein...


...etwas zum signalisieren...


und weitere Isolation für Kopf und Hände als Ersatz, wenn das erste Set trocknen muss.


Im First Spear Hip Bag hat Martin noch eine Erste-Hilfe-Set direkt am Mann...


...sowie ein paar Snacks für Essen on the go.


Multitool, Notschlafsack, Pi-Päckchen, Feuerstarter, BooBoo-Kit und Kartenmaterial sollten auch direkt am Mann sein, hier kann man sich natürlich im Team absprechen, weil nicht alles doppelt getragen werden muss.


Selbstverständlich darf auch ein Taschenmesser nicht fehlen - hier kann man getrost einen kleinen Folder wählen, wenn man noch ein größeres Arbeitsmesser im Rucksack mitführt.

Hier haben wir einen Tasmanian Tiger Base Pack 75 Liter gewählt - warum so groß? Ganz einfach - Ideal gepackt zu Hause reichen vielleicht auch 50 Liter, aber wenn man mal schnell oder unter nicht optimalen Umständen draußen wieder einpacken muss, ist ein wenig mehr Volumen zu haben nicht verkehrt. Wichtig ist aber vor allem, dass Ihr auch noch Luft habt und nicht die 75 Liter bis auf das letzte Eck nutzt.


Im Deckelfach sind ein großer Müllsack, ein Mora-Messer ...


...stabile Lederhandschuhe zum Arbeiten, Neck-Gaiter, Navigationsgerät, Notradio, Schnur, Erste Hilfe, Funk, Notschlafsack und eine Trinkflasche.


Im Haupfach haben wir direkt eine Isomatte untergebracht - das wäre ein klassischer Gegenstand, den man auch außen am Rucksack befestigen könnte - hier sieht man schön, wie man auch auf die Schnelle ohne viel zu verzurren das größere Volumen des Rucksacks ausnutzen kann.


Bei der Isomatte haben wir die Savotta Isomatte gewählt, da diese auch noch über seitlichen Schutz verfügt. Als nächstes folgt ein Beil von Hultafors....


...und ein Packsack mit Ersatzbekleidung inklusive Schuhe. Hier sollte man auf jeden Fall Schuhwerk wählen, was nicht nur für leichte Aufgaben gedacht ist, sondern annähernd so gut ist, wie dass was Ihr an den Füßen tragt. Hier haben wir die leichten OTB Pirate Boots gewählt, die trotz leichtem Gewicht auch in schwierigerem Gelände sehr gut sind und auch sehr schnell trocknen.


Als nächstes kommt ein Tarp und Bekleidung für Kälte - in diesem Fall die Wolfhound Lite. Dazu kommt noch eine Silky Säge und ein Klappspaten...


...sowie eine Regenjacke von Helikon und ein Shemagh.

Für die Verpflegung haben wir bereits einen ausführlichen Beitrag gemacht - hier haben wir ein Essbesteck aus Titan...


...JetBoil Kocher und natürlich fertige Gerichte.


Als Schlafsetup empfehlen wir einen Woobie - wie den Helikon Swagman oder auch den Carinthia Poncho. Diese Schlafsäcke können auch als Poncho getragen werden, damit hat man eine weitere Isolationsschicht und Dualuse.


Idealerweise nutzt man noch eine 3 Liter Trinkblase + Wasserfilter, damit man nochmal Wasser mitführen und neues gewinnen kann. Dazu noch etwas Erste Hilfe sowie Hygiene Kit und Ihr seid gut aufgestellt. Für den Insektenschutz kann man noch mal ein Moskitonetz einpacken.


Für das Winter Setup haben wir den Snigel 110 Liter ausgewählt, der auch aktuell bei der Bundeswehr im Einsatz ist. Für den Winter ist mehr Volumen wichtig, da hier auch dickere Kleidung und Schlafsack notwendig ist.


Der Snigel eignet sich auch sehr gut als Sommer/Winter Kombination, da die beiden 11 Liter Außentaschen und auch das Top-Teil abgenommen werden können und man so wieder einen kompakteren Rucksack hat, der im Sommer seinen Dienst tun kann.


Außen ist ein Packsack befestigt, der zwei Isomatten beinhaltet. Hier kann man z.B. eine moderne aufblasbare Isomatte wählen, wie z.B. die Thermarest Xtherm mit einem hervorragenden Isolationswert. Sollte diese mal kaputt gehen ist es gerade im Winter nicht verkehrt noch eine Schaumstoffmatte zu haben, die auch in Kombination mit der anderen den R-Wert erweitern kann.


In diesem Packsack finden sich auch noch Stangen für den Tarp-Aufbau.


Im schnellen Zugriff haben wir einen Füllstutzen für Source/Camelbak Trinkblasen - damit man die Trinkblase über den Schlauch füllen kann...


...sowie einen Tarnüberwurf von Deftex für den Rucksack.


Ergänzt wird das ganze durch ein Schneetarncover von Crye Precision, damit können sowohl grüne als auch weiße Gegenden abgedeckt werden. Tarnung ist in unserem Krisenszenario eher untergeordnet, aber natürlich kann es eine Situation geben, wo man den Rucksack einmal zurücklassen möchte, um ihn später aufzunehmen - da schadet es nicht wenn er ein wenig abgetarnt wird.


Die beiden Außentaschen sind in unserem Beispiel mit Isolationsschichten gepackt.


Martin hat sich wieder für Surplus entschieden: Level 7 Monsterparka von Beyond...


...dazu die passende Hose und warme Handschuhe.


Im Topfach findet sich eine Trinkflasche und eine Windjacke...


...ein BooBoo und Hygiene Kit...


...sowie ein US Army Poncho, der auch als Tarp genutzt wird.


Ergänzt wird dieses Fach noch mit einem Arbeitsmesser von Winkler...


...sowie Ersatzbatterien, Powerbank + Kabel...


...und ein Survival Kit.


Im Hauptfach haben wir einen stabilen Müllsack untergebracht...


...und natürlich wasserdicht verpackt: eine Fleece Jacke als Isolationsschicht.


Martin hat als Ersatzschuhe ebenfalls die OTB Pirate gewählt - in Kombination mit den Gamaschen auch gut im Winter - wenn man nicht gerade durch den Tiefschnee laufen muss. Ansonsten währen hier weitere Goretex Boots empfehlenswert.


Als Verpflegung hat Martin MREs eingepackt...


...die mit einem Titantopf von Toaks, Wintergas und Soto-Brenner ergänzt werden.


Ebenfalls mit dabei ist das Wasserfilter-Set, was wir schon im Trinkwasser-Beitrag vorgestellt haben.


Als Regenschutz hat Martin PCU Level 6 Goretex Bekleidung eingepackt. Das Schlafsetup haben wir auch schon einmal separat vorgestellt - hier handelt es sich um das ECW System von Marines/Army, wir haben das Goretex Cover und den Sommer Schlafsack gewählt, der mit der Level 7 Bekleidung genügend Isolation für Deutsche Winter bietet.


Martin hat abschließend noch eine Hydrapak Trinkblase im Rucksack, die drei Liter Wasser fasst.


Das ist alles ist viel Ausrüstung, die wahrscheinlich eher bei Outdoor-Begeisterten, Bushcraftern und Leuten für uns zu finden ist - aber wir machen diese Krisenvorsorge-Serie ja auch für Menschen, die sich grundsätzlich etwas vorbereiten wollen. Hier ist auf jeden Fall wichtig - und auch vom BBK empfohlen - das sogenannte Notgepäck. Dieser Rucksack soll laut Definition fertig gepackt in der Ecke stehen, um bei einem Notfall direkt starten zu können. Wir haben hier für Euch auch zwei verschiedene Systeme, die wir Euch in diesem Kontext zeigen wollen.


Wir haben als minimalistisches System den Tasmanian Tiger Survival Pack ausgesucht und entsprechend gepackt. Dieser Rucksack ist klein genug um immer mit dabei sein zu können und groß genug sowie gut genug organisiert um alles sauber unterzubringen.


In der Außentasche haben wir FFP2 Masken (für staubige Umgebung) und einen vakuumierten USB-Stick mit allen wichtigen Dokumenten gepackt. Hier finden sich Urkunden, Kopien von Ausweisen etc. alle nochmals digital - das hilft im Zweifelsfall, wenn Originale verbrannt, verloren oder nass geworden sind.


Ebenfalls vorne ist ein Signalpanel untergebracht, um bei Bedarf auf sich aufmerksam zu machen.


Im Hauptfach haben wir zunächst eine zusätzliche Packtasche mit 30-40 Litern untergebracht. Diese ist dafür gedacht, dass man das Volumen im Notfall schnell nochmal erweitern kann, ohne die Hände unnötig voll zu haben. Isolationsjacken, mehr Essen/Trinken - irgendwas, was noch schnell last minute gepackt werden muss kommt hier rein.


Handschuhe gehören hier genauso hinein wie Ersatzbekleidung (T-Shirt, Unterwäsche), 1 Liter Wasser, Erste Hilfe Kit mit persönlichen Medikamenten...


...Werkzeug, Multitool und Schreibzeug Kit...


und natürlich ein Hygiene Kit. Legt hier auch Wert auf Desinfektion - gerade wenn man in einer Sammelstelle untergebracht wird!


Packt auch ein Handtuch ein, ein paar Energie-Riegel für den groben Hunger, einen Notfallschlafsack sowie eine Regenjacke dürfen auch nicht fehlen.


Denkt auf jeden Fall an eine gute Powerbank sowie Kabel und prüft die Powerbank regelmäßig, damit sie im Notfall auch voll ist!


Alternativ zu einem kompakten Rucksack und einer zusätzlichen Umhängetasche kann man natürlich auch einen Rucksack bis 50 Liter nehmen und diesen nicht voll packen. Hier haben wir als Beispiel den Tatonka 45 Liter Pack, der sich auch nicht prallgefüllt gut komprimieren lässt...


...und nicht gleich supertactical schreit. Was könnte man mit mehr Volumen anfangen? Hier kann zu den bereits gezeigten Gegenständen zusätzliche Bekleidung gepackt werden, vielleicht noch etwas spezielleres zum Essen, ein Kocher..


...oder Gegenstände für den Komfort wie z.B. Latschen..


...oder auch weitere Hygienegegenstände.


Bei der Bekleidung könnt Ihr auch mit zivil aussehenden Produkten den Stauraum maximieren - z.B. mit einer Jeans von LMSGear, die zusätzliche Taschen bietet, wo sie keiner sieht!


Fazit:

Ob man einen ausgewachsenen Fluchtrucksack für ein mehrtägiges Überleben im Wald benötigt, muss jeder für sich selbst entscheiden - das kann natürlich auch stark von der Umgebung abhängen, in der man lebt. Ein kleines Notgepäck aber, dass die wichtigsten Gegenstände beinhaltet kombiniert mit einer großen leeren Tasche zum "Last minute packen" ist absolut empfehlenswert und sollte in keinem Haushalt fehlen!


Falls Ihr schon jetzt ein wenig nach Ausrüstung stöbern wollt, Recon Company führt viele Produkte zum Thema Krisenvorsorge, schaut gern rein!



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