PUMA Hunt to Survive - Hier ist für jeden was schnittiges dabei
- Bernhard Lippe
- 3 days ago
- 6 min read
Wer sich auf macht um was zu erleben, kann auch was erleben. Nicklas on Fire hat den Schritt gewagt und sich der Herausforderung gestellt, in der Wildnis Kanadas durch Jagd zu leben und auch zu überleben. Dieses Projekt stellt er eindrucksvoll auf YouTube dar.
Das wichtigste Werkzeug zum Überleben ist das Messer, das seit der Erfindung des Faustkeils vor ca 1,75 Millionen Jahren, eine gewaltige Entwicklung durchgemacht hat. Doch was helfen die besten Materialien und aberwitzigsten Konstruktionen, wenn sie im Alltag nichts taugen?
Nicklas hat sich mit dem Puma-Werk in Solingen zusammengetan und ein scharfes Dreigestirn entwickelt, mit dem sämtliche Arbeiten im und ums Jagdcamp gemeistert werden können.
Alles über die Puma "Hunt to Survive-Serie" erfahrt ihr heute bei uns im Blog und im Video.
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Die Hunt to Survive Serie besteht aus drei Messern in unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlichen Anwendungsgebieten. Jedes hat allerdings durchdachte Details, die, anstatt nur zum Schneiden zu dienen, die einzelnen Einheiten zu Multitools werden lassen.
Das Puma Keiler:
Technische Daten:
Klingenlänge: 170 mm
Klingenstärke: 6 mm
Stahl / Härte: 1.4116 / ca. 57 HRC
Gesamtlänge: 305 mm
Messergewicht: 425 g
Scheide: Leder
Griffmaterial: G10

Das Puma Keiler wird mit einer Top verarbeiteten, braunen Sattellederscheide ausgeliefert und ist über einen Druckknopf vor Herausrutschen gesichert. Die Spitze der Scheide lässt sich über den angebrachten, ebenfalls braunen Lederriemen am Oberschenkel fixieren.

Ebenfalls erhältlich wäre eine, ebenfalls aus Sattelleder gefertigte Scheide, mit einem aufgesetzten kleinen Holster, zu dem wir später noch kommen werden.

Beide Lederprodukte sind mit einem tiefgeprägten Puma-Logo versehen. Bei der Standardscheide auf dem Körper, bei der...

... Scheide aus dem Zubehörprogramm, auf dem aufgesetzten, kleinen Holster.

In den sehr hochwertigen Stahl 1.4116 wurde das Hunt to Survive Logo ins Stone Wash finish eingelasert.
Dieser Edelstahl ist sehr beliebt für hochwertige Küchenmesser und weißt hohe Schnitthaltigkeit, Rostträgheit und Nachschärfbarkeit auf.

Die 14-15% Chromanteil sorgen für die hohe Rostträgheit. Die Klinge wurde auf ca. 57HRC (Rockwell) gehärtet.

Auf der linken Klingenseite finden wir das Puma Logo, sowie die Typennummer und "Solingen" als Herkunftsort.

Die Gesamtlänge von 305mm und das Gewicht von 425 Gramm machen das Keiler zum echten Arbeitstier, mit dem auch Holz gespaltet und die größten Tiere aufgebrochen werden können.

Die freie Klingenlänge 170mm machen das Keiler leider nicht §42a WaffG konform, es darf also nicht ohne berechtigtes Interesse in Deutschland geführt werden.

Die sehr ordentliche Klingenbreite von 6mm in Kombination mit dem gewählten Stahl machen das Messer sehr robust.

Der Griff ist mit olivgrünen G10 Griffschalen beschlagen, die vom Erl durch rote G10 Einlagen getrennt sind. Die Messingnieten und auch die Fangriemen-Öse sind sehr fein verputzt und im Griff nicht spürbar.

Die tiefen Fingerrillen sind sehr angenehm in auch kleinen Händen (Bernhard trägt Handschuhgröße 7-8) und lässt die unterschiedlichsten Messerhaltungen zu.

Die Schraffierung auf dem Messerrücken ist grob, aber noch sehr angenehm und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit bei der Arbeit.

Die Boloklinge verfügt über drei aufeinander zulaufende Schrägen, die beim Batonieren als Keil dienen, allerdings auch...

... eine sichere Haltung im Front-Griff ermöglichen, um auch feinste Arbeiten mit solch einem großen Messer sicher ausführen zu können.

Im Notfall könnte man mit dem massiven Griff-Ende auch Hämmer Arbeiten durchführen, was allerdings den Griffschalen nicht so gut bekommen würde.

Dafür eignet sich noch besser die eingearbeitete Hammerfläche auf dem Klingenrücken, für deren Verwendung allerdings etwas Übung und auch Zielwasser vonnöten ist.
Das Puma Steel Star Frischling:
Technische Daten:
Klingenlänge: 65 mm
Klingenstärke: 3 mm
Stahl / Härte: BÖHLER N695 / 59-60 HRC
Gesamtlänge: 159 mm
Messergewicht: 47 g
Scheide: Kydex

Der Puma Frischling wird in einer schmalen Kydexscheide ausgeliefert, und kann auch als Neck-Knife oder Stiefelmesser getragen werden.

Doch nicht nur in der Kydexscheide fühlt es sich pudelwohl, sondern auch...

... in der vorhin bereits vorgestellten Lederscheide, quasi als Backup-Messer zum Keiler.

In der aufgesetzten Lederscheide hält der Frischling allein durch Reibung und ist sicher aufgehoben.

Wer es etwas traditioneller und solo mag, findet im Puma Zubehörprogramm eine passende Lederscheide mit tiefgeprägtem Pumalogo, entweder zur Verwendung als Neck-Knife oder...

... über die Schlaufe traditionell am Gürtel befestigt.
Auch diese Lederscheide ist hervorragend verarbeitet und hydrophobiert.

Der kleine Frischling liegt ohne Fingerrillen sehr geschmeidig in der Hand und überzeugt sowohl durch sein schlankes Auftreten, als auch durch die brutale Schärfe. Ins Stone Wash finish ist auf der rechten Seite der Hunt to Survive Schriftzug eingelasert, und...

... links, das Puma Logo, sowie die Typennummer, die Stahltype, Böhler N695, sowie "Solingen" als Schmiedeort. Der sehr rostträge Stahl mit 16-19% Chromanteil wurde auf 59-60HRC gehärtet.

Durch die nur 159mm Gesamtlänge mit 65mm freier Klingenlänge und die sehr schmale Schneide mit nur 3mm ist das Frischling wie gemacht für feinste Arbeiten, vom Flugwild versorgen bis hin zum Löffel schnitzen. Außerdem ist der Frischling nach §42a WaffG zum Führen in Deutschland zugelassen.

Die Schraffur auf dem Griffrücken ist extrem scharfkantig und griffig. Das sollte sie auch sein, da diese und das...

... schmale Heft das einzige sind, was den Verwender vor dem Abrutschen in Richtung Klinge schützt.
Den hohlen Griff des Frischlings könnte man für eine Überlebenssituation mit Paracord umwickeln und in den Hohlräumen z.B. einen Angelhaken oder auch etwas Angelschnur verstecken. Außerdem lässt sich aus solchen Messern ohne Griffschalen im Nu eine brauchbare Speerspitze basteln. Wer im Notfall überleben will, muss erfinderisch sein.
Das Puma Hunt to Survive D2:
Technische Daten:
Klingenlänge: 107 mm
Klingenstärke: 4 mm
Stahl / Härte: D2 / 60 HRC
Gesamtlänge: 222 mm
Messergewicht: 226 g
Scheide: Kydex
Griffmaterial: G10

Auch das D2 wird wie der Frischling in einer schwarzen Kydex-Scheide geliefert und stellt ein klassisches Jagdmesser dar, ohne viel Schnickschnack, einfach und zweckgebunden.

Vom Werk aus sind zwei Haken verbaut, um das Messer horizontal am Gürtel oder Hosenbund zu tragen, was wir in unserem Test als störend empfanden.

Daher haben wir die vielen Ösen genutzt und gleich einen Ultilink befestigt, den König unter den variablen Montagelösungen.

Durch diesen lässt sich das D2 in quasi jeder beliebigen Trageform am Gürtel...

... befestigen, oder auch an der Ausrüstung fixieren.

In der Spitze der Kydexscheide findet sich eine Ablauföffnung, damit eingedrungenes Wasser abfließen könnte.

Der D2 Stahl ist ein nur "halb-edler" Stahl, muss also, besonders nach dem Kontakt mit Salzwasser oder Schweiß (Tierblut in der Jägersprache) abgewaschen und gepflegt werden. Dies rührt von den nur 12% Chromanteil her.
Auch hier findet sich auf der linken Klingenseite das Puma Logo,...

... und auf der rechten Seite der Hunt to Survive Schriftzug. Direkt über dem Heft sind Typennummer und Stahltype eingelasert.

Die 107mm Klingenlänge machen das D2 nach §42a WaffG in Deutschland führbar, was durch die 222mm Gesamtlänge auch noch gut als EDC Messer möglich ist. Die 4mm Klingenbreite machen das Messer nicht zu wuchtig, aber mit 226g schwer genug, um damit angenehm arbeiten zu können.

Durch die nicht ganz so tiefen Griffmulden liegt das D2 sehr gut in der Hand.

Im Gegensatz zum Keiler sind die olivgrünen Griffschalen mit den roten Linern nicht vernietet, sondern mit Edelstahlschrauben verschraubt.

Auch hier findet sich wieder eine Öse um ein Stück Paracord anzubringen. Da Bernhard das D2 schon ausgiebig während der Jagdsaison 2025 getestet hat, hat er sich für einen orangen Marker entschieden um das Messer im Verlustfalle wieder besser finden zu können.

Der Klingenrücken ist abgerundet, was das Arbeiten sehr angenehm macht, z.B. wenn man mi der zweiten Hand mal an der Klinge mehr Druck aufbringen müsste.
Knapp hinter der blanken Klinge findet sich eine ca, 2cm lange, scharfkantige Stelle, die...

... zum Schlagen von Funken mithilfe eines Magnesiumstabs ersonnen wurde.

Dies funktioniert auch sehr gut und zuverlässig, wenn man ein wenig Übung hat und auch seinen Feuerstab etwas präpariert.

Auch wenn der D2 Stahl wohl nicht der beliebteste Messerstahl ist, hat er dennoch einen gewaltigen Vorteil: Es lässt sich extrem schärfen und auch der Grat bricht nicht so leicht. Dadurch weist er eine hohe Schnitthaltigkeit auf und ist auch nach dem Aufbrechen einiger Stücke Wild noch extrem schnittig.

Unser Fazit zur Hunt to Survive Serie:
Hier ist tatsächlich für jeden Messernutzer etwas dabei. Vom Waidbesteck, bestehend aus großem Keiler,...

der für die groben Arbeiten wie geschaffen scheint, bis hin zum...

... handlichen Frischling, der für die feinen Arbeiten zuständig ist, wie...

... z.B. Zeltnägel schnitzen.

Mit den praxiserprobten Messern der Hunt to Survive Reihe ist man in allen Wäldern rund um den Erdball gut aufgestellt.

Die Verarbeitung ist, wie man es von Puma auch erwartet, hervorragend und, was für uns immer viel wert ist, der Praxiswert ist da.
Jedes dieser Messer kann die für es geschaffene Lücke voll ausfüllen und auch noch nach links und rechts etwas erweitern.
Klasse Multitools in Messerform und gar nicht langweilig.
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