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SLISHMAN TRACTION SPLINT + TRACTION SPLINT COMPACT

Updated: May 9, 2023

Nicht nur das Stillen von Blutungen gehört zu den Aufgaben eines Medics, auch Frakturen bzw. Knochenbrüche müssen direkt am Unfallort medizinisch versorgt werden. Hierzu gibt es unterschiedlichste Hilfsmittel wie in etwa den SLISHMAN TRACTION SPLINT und den TRACTION SPLINT COMPACT aus dem Hause RESCUE ESSENTIALS. Für was diese geeignet sind und wie sie verwendet werden, seht Ihr heute bei uns!



Werden die Knochenbrücke, in diesem Falle des Oberschenkelknochens, einer verletzen Person vor dem Abtransport nicht richtig fixiert, können neben enormen Schmerzen weitere Komplikationen durch innere Verletzungen durch scharfe Knochenkanten auftreten. Um dieses Risiko zu minimieren werden die betroffenen Körperstellen und somit auch die Knochen mit Hilfe von Schienen in Position gehalten. Genau hier setzt Rescue Essentials an und bringt mit seinen Tractions Splints die Versorgung von Knochenbrüchen in das nächste Level.


Im Falle der Slishman Traction Splint sowie der kompakten Version, handelt es sich um sogenannte STRECKSCHIENEN mit deren Hilfe die Enden einer Oberschenkelfraktur zurück an ihre richtige Position gezogen und gehalten (mit leichten Abstand zueinander) um das Aneinanderreiben beider Enden zu verhindern.


Das größere Modell der beiden Traction Splints lässt sich aufgrund seiner Abmaße nahezu überall im Rettungsfahrzeug oder am Rucksack außen unterbringen. Neben der Durchlässigkeit von Röntgenstrahlung ist ein weiterer Vorteil, dass die Splints im Vorfeld nicht an die Körpergröße vorbereitet werden müssen, sondern direkt am Körper angepasst werden können.

Der Slishman Traction Splint wird in der Standart-Verpackung (hinten) geliefert und untergebracht. Auch eine "taktische" Alternative ist im Lieferumfang enthalten, die Euch die Möglichkeit gibt das ganze System per MOLLE am Rucksack zu befestigen.



Im Inneren der Tasche befindet sich zum einen das Knöchelband, welches aus einem mit Klett bestückten Stoffband und der Kunststoffaufnahme für den Splint selbst besteht.


Wie der Name schon erahnen lässt, wird das Knöchelband um den Knöchel des Patienten gelegt und bildet so das untere Ende der Streckschiene. Die Ausrichtung des Kunststoffaufnahme sollte dabei immer am Bein Außenliegend und in Körperrichtung des Patienten sein.


Zum Anlegen wird das Band vorsichtig unter den Köchel hindurch geschoben...


Anschließend das Ende über das Bein gelegt und durch das Klett mit dem Rest des Knöchelbandes verbunden. Das überstehende Material wird weiter um das Bein gelegt und durch das Klett fixiert.


Als nächstes wird die Teleskopstange des Traction Splints benötigt, welche sich durch Klemmschrauben an die Beinlänge des Patienten anpassen lässt.


Hier wird zuerst das Gurtband vorsichtig unter dem Bein hindurch geführt....


...und auf der Oberseite mit dem FASTEX-Schnallen verschlossen.


Durch ziehen am Ende des Gurtbandes, lässt sich dieses auf den Beinumfang des Verletzten Anpassen.

Die Position der Schnallen, sowie des Gurtbands sollte auf Hüfthöhe liegen. Innenliegen wurde das Gurtband mit einer Neopren-Polsterung ausgestattet. um Druckstellen am Bein des Patienten zu vermeiden.


Durch Öffnen der unteren Stellschraube kann die Teleskopstange ausgefahren und an die Beinlänge angepasst werden.


Zur Verwendung wird die Stange zuerst in die an der Hüfte sitzenden Kunststoffaufnahme eingesetzt, anschließend die Länge mit dem Bein des Patienten abgestimmt und mit Hilfe der Klemmschraube arretiert.


Nun kann das untere Ende der Teleskopstange in die Knöchelaufnahme eingesetzt werden.


Bei Bedarf kann nun die Stange nachjustiert werden.


Um nun den gewünschten Streck-Effekt zu erhalten, muss die zweite Klemmschraube am oberen Ende der Stange gelöst werden, welche den Zug-Knebel freigibt.


Zieht man an diesem Knebel, lässt sich die Streckschiene durch einen innenliegenden Flaschenzug mit wenig Kraftaufwand nach oben hin herausziehen, wodurch der gewollte Streck-Effekt entsteht.


Wird dieser Vorgang nun direkt am Bein des Patienten wiederholt, wird das betroffenen Bein gestreckt und somit der Schmerz deutlich reduziert. Hier kann auch mit dem Verletzten selbst zusammen gearbeitet werden, in dem er selbst am Knebel zieht, bis die für ihn schmerzfreiste Position erreicht ist.


Ist dieser Punkt erreicht, wird die Position durch das festziehen der entsprechenden Klemmschraube gesichert.


Im Lieferumfang befindet sich zudem ein weiteres Band, durch welches sich beide Beine zusammen fixieren lassen um zusätzliche Stabilität der Bruchstelle zu erhalten.


Auch hier wird zunächst das Band vorsichtig unterhalb BEIDER BEINE hindurch verlegt...


...nun das eine Ende mit Hilfe von Klett an der Teleskopstange angebracht...


...und anschließend beide Beine durch Straffziehen zusammengezogen. Nun lässt sich der Patient relativ schmerzfrei abtransportieren.


Kommen wir nun zum SLISHMAN TRACTION SPLINT COMPACT. Dieser ist seiner Größe deutlich kompakter und auch in seiner Anwendung unterscheidet er sich leicht vom Standart-Modell. Denn gerade durch seine kompakte Bauform, kann hier nicht das vollständige Bein bis zum Knöchel gestreckt werden, wodurch hier kein Band auf Knöchelhöhe verwendet werden kann. Stattdessen wird hier ein Gurtband auf Kniehöhe als unterster Fixpunkt eingesetzt.


Anstelle der Klemmschraube die zur Verstellung der Teleskopstange geöffnet werden muss, kommt am Traction Splint Compact ein federgelagerter Rast-Knopf zum Einsatz der in richtiger Position die Stange durch eine Bohrung fixiert.


Wie auch das Köchelband, wird auch das Knie-Band um das Bein des Patienten gelegt und durch Klett fixiert.


Anschließend wird die Teleskopstange gelöst und das zweite Gurtband auf Hüfthöhe um den Oberschenkel platziert, mit dem FATEX-Verschluss gesichert und auf den Beinumfang angepasst.


Um nun das Bein Strecken zu können, wird auch hier am entsprechenden Knebel gezogen.


Um arretieren zu können, wird der Kabel leicht nach hinten gezogen, wodurch sich das Teleskop-System nicht weiter ausfahren kann.


Für eine zusätzliche Sicherung gegen unbeabsichtigtes Lösen lässt sich die Schnur der Zugvorrichtung in eine im Stabende eingearbeitete Klemm-Nut einfädeln und halten.


Auch im Lieferumfang der Slishman Compact Variante befindet sich ein zusätzliches Band um beide Beine miteinander fixieren zu können. Hierfür verwendet Rescue Essential die von uns bereits vorgestellte SLISHMAN PRESSURE WRAP, hier geht's zum entsprechenden Artikel.


Der Ablauf zum Anlegen unterscheidet sich nicht zur größeren Variante. Zuerst den Strap unter beiden Beinen hindurchlegen...


...und anschließend oberhalb der Beine zusammenführen und verbinden, wodurch das verletzte Bein durch das gesunde Bein zusätzlich geschient und in Position gehalten wird.


Fazit:


Egal ob Standart-Ausführung oder Kompakt-Variante: in ihrem Nutzen unterscheidet beide Slishman Traction Splint nichts. Der wirklich einzige und auch deutlich erkennbare Unterschied liegt hier ganz allein in der Baugröße beider Versionen. Bei Verwendung des Traction Splint Compact sollte jedoch auf Grund des Zug-Arretierung besonders trainiert werden um versehentliches Lösen zu vermeiden, was jedoch keinen negativer Punkt darstellt. Beide Versionen haben ihre Daseinsberechtigung und erfüllen hervorragend ihre Aufgabe!


Ihr bekommt den Slishman Traction Splint + Traction Splint Compact von Rescue Essentials im Online-Shop von Wero, hier ist der Link zum Store:



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