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Abwehrspray im Test - Der Piexon JPX 4 und JPX 4 Compact

Nicht nur die Polizei sorgt bei uns für Recht und Ordnung: Auch die kommunalen Ordnungskräfte oder Justizvollzugsbeamte darf man in unserem Rechtssystem nicht vergessen.

Da diese jedoch zumeist keine scharfen Waffen tragen dürfen, sei es der Ausbildung oder der Arbeitsumgebung geschuldet, benötigen sie zum Selbstschutz nicht letale Einsatzmittel wie z.B. den Jet Protector JPX4, den wir Euch heute im Video vorstellen.



Natürlich haben Nahkampfausbildung oder Schlagstock noch lange nicht ausgedient, jedoch erfordert deren Einsatz ein hohes Maß an Training und auch den direkten Kontakt mit dem Kontrahenten auf kürzeste Entfernung. Mit den Jet Defender Modellen Compact oder Full Size bekommen unsere Ordnungshüter wirksame Verteidigungswerkzeuge an die Hand, die sowohl stressresistent als auch auf größere und damit auch sicherere Entfernung eingesetzt werden können.


Im Gegensatz zu den Jet Protector JPX2 Modellen, die wir Euch in einem vorherigen Bericht schon vorgestellt hatten, handelt es sich bei den Jet Defender JPX4 Modellen um rein für den Behördengebrauch konzipierte Geräte. Ausgestattet mit je vier Kartuschen im Kaliber 14 x 109mm verfügen diese über die nötige Überzeugungskraft um auch widerspenstige Kontrahenten zu Tränen zu rühren.

Die Full Size Version verfügt über ein längeres Griffstück und eine Picatinny-Schiene mit drei Slots vor dem Abzugsbügel, sowie den Schalter für den integrierten Laserpointer am Griff-Ende. Beim Compact-Modell (oranges Griffstück) wurde auf die Picatinny-Schiene verzichtet, dafür aber der Schubschalter für den Laser an die Unterseite des Abzugsbügels verlegt.

Der Abzugswiderstand beträgt ca. 8kg, was sich im ersten Moment nach unendlich viel anhört, aber es handelt sich hier ja um kein Präzisionsgewehr, sondern um ein Non-Letales Verteidigungsmittel für den Nahbereich. Gerade in dicht bevölkerten Einsatzgebieten wie z.B. Fußgängerzonen oder Einkaufszentren ist eine unbeabsichtigte Schussabgabe wegen eines zu leichten Abzugs selbst mit nicht tödlichen Wirkmitteln ein Horrorszenario, das sich niemand wünscht. Außerdem kann somit auf eine außenliegende Sicherung verzichtet werden.


Im Gegensatz zu den Jet Protector JPX2 Modellen muss beim Jet Defender JPX4 nicht das ganze Munitionspaket ausgetauscht werden, sondern es können nach Abklappen des Laufbündels,...


... je nachdem, wie viele Schuss abgegeben wurden, das ganze Paket, verbunden mit einem Vierer-Clip, oder einzelne Wirkstoff-Kartuschen ausgetauscht werden. Dies schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.


Zum Zielen aktiviert man entweder den vorher bereits angesprochenen Laser, hier demonstriert am Full Size Modell,...


... der rot leuchtet und sehr gut sichtbar ist, oder...


... man verwendet für die klassische Schützenhaltung typisch die offene Visierung aus Kimme und Korn. Mit diesen beiden Zieleinrichtungen kann die maximale Einsatzdistanz von 7m präzise ausgenutzt werden.


Durch die Treibladung auf ca 80m/s beschleunigt, trifft der Wirkstoff Piexol 400kS vorzugsweise ins Gesicht der Zielperson und entfaltet dort seine geballte Würzigkeit von 400.000 Scoville (Tabasco hat zum Vergleich max. 50.000 Scoville). Aufgrund der hohen Mündungsgeschwindigkeit ist der Einsatz erst ab einer Distanz von 1,5m zum Ziel empfohlen und selbst bei Wind oder Starkregen soll die Präzision bis ca. 4,5m Einsatzentfernung erhalten bleiben.

Da die Jet Defender JPX4 als Kategorie B eingestuft sind, also als Waffe gelten, ist für die Verwendung durch Kommunalbehörden eine Ausnahmegenehmigung zum Führen notwendig, welche aber normalerweise ohne größere Schwierigkeiten ausgestellt wird.


Um die unterschiedlichen Versionen des Jet Defender JPX4 auch in den Einsatz tragen zu können, werden von Vega oder Radar passende Holster aus Kydex produziert. Diese werden in mannigfaltigen Formen angeboten, z.B. zum verdeckten oder offenen Tragen, als Tiefziehholster oder in verschiedenen Tragehöhen am Gürtel.


Um die Sicherheit im Einsatz zu erhöhen können die Holster auch mit Retentions-Systemen der Level 1, 2 oder 3 bestellt werden, was durch den Vertrieb auch empfohlen wird.


Die Jet Defender JPX4 können je nach Gusto der Dienststelle in den unterschiedlichsten Farbkombinationen geordert werden. Von schwarz/ schwarz, was den "taktischsten Look" bietet, über orange/ orange oder Kombinationen aus schwarz und orange ist alles möglich. Die grellen Farben dienen auch zur De-Eskalation im Einsatz, wodurch Passanten merken, dass hier nicht mit einer scharfen Waffe gezielt wird, sondern mit einem non-letalen Wirkmittel.


In Deutschland werden aktuell zwei Kartuschen angeboten: Die blaue Markierpatrone und die rote Piexol-Kartusche, die den Reizstoff und rote Farbe enthält.


Auch wenn unser Versuchskaninchen Martin aus Hessen kommt, steht ihm bayerisch Weiß/ Blau doch ganz hervorragend. Gut, dass es sich hier dennoch nur um eine Veranschaulichung der Wirkungsweise handelt.


Fazit:


Die Jet Protector Modelle und auch die nur für die Behörden erhältlichen Jet Defender bekommt Ihr beim Deutschland Vertreter Etzel Behördenausstatter auf deren Website https://www.etzel-shop.de


Besonders wichtig für alle Verwender ist natürlich das richtige Training. Neben den Wirkmitteln werden auch die Schulungen an den Geräten durch die Firma Etzel angeboten. Schaut doch mal rein.


Weitere Informationen zum Produkt gibt es natürlich noch auf der Herstellerwebsite https://piexon.com/de

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